Mai
16
2012
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Colloquium mit Überraschung

Heute und morgen finden hier in London die Two One-Day Colloquia in Combinatorics 2012 statt. Das ist quasi eine kleine Konferenz mit einer durchaus erlesenen Auswahl an eingeladenen Sprechern. Darunter z.B. Günter Ziegler, Daniel Kráľ oder Janos Pach. Dementsprechend spannend waren dann auch die Vorträge. Julia war auch als Sprecherin eingeladen, was für mich besonders spannend wurde. Dann nach dem Mittagessen habe ich erfahren, dass sie leider krankheitsbedingt ausfällt – und ich stattdessen um halb vier vortragen soll. Natürlich nicht über ihr Vortragsthema, sondern über ein eigenes, aber trotzdem…
Das Publikum hat dann auch großzügig darüber hinweg gesehen, dass ich unser Hauptresultat vielleicht nicht so gut verkauft habe, wie es dieses verdient gehabt hätte. Den Schluss habe ich leider auch verpatzt. Jedenfalls habe ich die Zusammenfassung am Ende, die einem in jedem Rhetorikseminar eingetrichtert wird, vergessen. Wäre eigentlich auf meinem Skript gewesen. Frei sprechen und gleichzeitig keine Inhalte zu vergessen muss ich wohl noch lernen.

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Dez
27
2010
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Wir kommen in Frieden…

So lautet das Motte des diesjährigen Chaos Communication Congress. Wir sind wieder in Berlin und erwarten vier tolle Konferenztage.

Nachdem die Anreise gestern trotz deutschem Dauerwinter reibungslos funktioniert hatte, haben wir uns schon gestern Abend die Armbänder für den Einlass besorgt. Deshalb sitzen wir jetzt im Saal und warten auf die Keynote während hunderte anderer Teilnehmer noch bei Minusgraden in der Schlange stehen.

Um unseren Nerdstatus zu unterstreichen, haben wir gestern Abend noch Bootzeiten gegeneinander gestoppt. Hat sich halt angeboten:

Betriebssystem Login Desktop
Windows 7 Professional 1.08.68 1.33.19
Mac OS 10.5 - 1.35.46
Ubuntu 10.10 0.40.49 1.09.86

Natürlich sagt Georg zurecht, dass man ein Macbook nie ausschaltet. Deshalb hier die Wakeup-Zeiten aus dem Standby (Suspend-to-ram):

Betriebssystem Desktop
Windows 7 Professional 0.06.03
Mac OS 10.5 0.05.05
Ubuntu 10.10 0.11.01
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Nov
17
2010
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20 Jahre Deutsche Einheit

Unter diesem Titel hat die Regionalgruppe München heute Abend eingeladen. Prof. Dr. Georg Milbradt, ehemals Finanzminister und Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, und Dr Johannes Ludewig, u.a. ehemals Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Finanzpolitik im Bundeskanzleramt und Koordinator für die neuen Bundesländer, berichteten als Zeitzeugen über die Ereignisse vor 20 Jahren. Dabei ging es um die Entwicklung der Parteienlandschaft in der ehemaligen DDR, die Verhandlungen zur Währungsunion, die wirtschaftlichen Folgen des Sozialstaats für die neuen Bundesländer und um vieles andere, was sich in der Zeit vom 9. November bis 3. Oktober zugetragen hat. Sehr spannend war dabei die Sicht von Innen, von Personen, die tatsächlich hinter den Kulissen agiert und geplant haben. So weiß ich nun beispielsweise, dass das Buffet nach der Unterzeichnung der Währungsunion bei weitem nicht dem historischen Moment angemessen war.

Dann habe ich noch zu vermelden, dass ich mich heute erfolgreich an eine alte Weisheit gehalten habe:

Lieber schweigen und für dumm gehalten werden, als den Mund aufmachen und alle Zweifel darüber beseitigen.

Die Situation war die: Wir hatten alle schicke Namensschildchen bekommen, und standen vor dem Vortrag in lockeren Gruppen im Foyer herum. Dort bin ich zwei Herren im angeregten Gespräch begegnet, von denen ich den einen kannte, weshalb ich in kurz begrüßte. Daraufhin wurde ich seinem Gesprächspartner vorgestellt, der allerdings kein Namensschild abbekommen hatte, und dessen Namen mir auch unser gemeinsamer Bekannter nicht verriet. Ich habe nicht nachgefragt, was sich im Nachhinein als geschickt herausgestellt hat: es war unser Referent Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Milbradt…

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Jul
03
2010
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Museumsdiebstähle und farbenfrohe Beweise

Heute war der TdMfSS, also der Tag der Mathematik für Schülerinnen und Schüler unserer Fakultät. Zu dieser Gelegenheit kommen gut 500 Kinder aus den 5. – 10. Klassen freiwillig (!!) am Samstag an die Uni. Dort gibt es dann einen mathematischen Wettbewerb, Workshops und Vorträge. Nachdem ich in Dänemark so begeistert war von den Art Galleries, habe ich mich zu zwei Vorträgen überreden lassen.

Das Kunstgalerieproblem – Oder wie einfach man 100 Millionen bewacht hat dann auch etliche Schüler angelockt. In 40 Minuten haben wir dann über Polygone und Triangulierungen, über Schubfächer und Äpfel geredet. Das ist ja das schöne an diesem Thema: absolut elementare Methoden und trotzdem ein überraschendes Resultat. Wer wissen will, was obige Grafik mit der Bewachung von Museen zu tun hat, kann sich ja gerne mein Handout ansehen.

Written by Andi in: Mathematik | Schlagwörter: , ,
Mai
03
2010
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Epsilons, die Bahn und eine Überraschung

Heute hatte ich einen Vortrag im Doktorandenseminar: “Szemerédis Regularitätslemma – eine Einführung“. Den hat sich die Optimierungsgruppe gewünscht, um uns Graphentheoretiker wenigstens etwas verstehen zu können. Sie waren dann auch alle da und ich glaube, die wichtigsten Ideen habe ich ganz gut rüber gebracht. War also schon in guter Stimmung.

Am Abend habe ich dann einen Brief von der Bahn bekommen, in dem sie – großzügiger Weise – der Kündigung meiner Bahncard zustimmen, obwohl ich die Kündigungsfrist nicht eingehalten habe. Das spart mir dann voraussichtlich 230 Euro, die ich im kommenden Jahr garantiert nie reingefahren hätte. Deshalb sei die Bahn an dieser Stelle explizit gelobt für diese kulante Lösung!

Für die größte Überraschung des Tages hat aber sicher ein Kollege gesorgt. Nicht nur, dass der Kerl schon promoviert, obwohl er vier Jahre jünger ist als ich, jetzt wird er auch noch Papi. So jung und so erfolgreich – in jeder Hinsicht. Da kann ich nicht mithalten ;)

Written by Andi in: Job | Schlagwörter: ,

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