Feb
22
2010
0

Erledigt: Vandalenblätter

Heute habe ich die hoffentlich letzte Version der Vandalenblätter zusammengestellt. Korrektur lesen dürfen andere, dann geht es in den Druck. Und für mich geht es in den Va-Blätter-Redaktions-Ruhestand. Es war eine interessante Erfahrung und hat auch Spaß gemacht. Aber der Zeitaufwand ist doch enorm.

Written by Andi in: Vandalia | Schlagwörter:
Nov
15
2009
0

Besinnliches

Glücklicherweise gibt es das nicht, was 80% der Katholiken für Gott halten.” Auf solche und noch schärfere Thesen muss man sich einstellen, wenn man mit Pater Keller auf ein Besinnungswochenende fährt. Dabei hat der Jesuit und Sprachphilosoph alles andere als Häresie im Kopf. Ganz im Gegenteil: Seine Vorträge sind ein überzeugendes Plädoyer für einen fundierten christlichen Glauben.
Dabei verdient bereits das Wort “Glauben” seine gründliche sprachphilosophische Analyse. Dieses Verb wird im Deutschen in mindestens vier Bedeutungen verwendet. Glauben im Sinne von

  • vermuten
  • für wahr halten
  • einem Menschen glauben
  • an einen Menschen glauben / sich auf einen Menschen verlassen

Demnach müsste ein großer Teil unseres sogenannten Wissens eigentlich als Glauben deklariert werden, da wir viele Fakten übernehmen, ohne sie jemals nachzuprüfen. Was zuerst wie ein Wortspiel klingt, hat dabei durchaus weitreichende Konsequenzen. Eines der größten Missverständnisse besteht nämlich darin, den christlichen Glauben als Glauben im Sinne von “für wahr halten” zu verstehen. Dieser sogenannte Satzglaube ist keinesfalls gemeint, wenn in der Bibel über den Glauben an Gott gesprochen wird. Gemeint ist das Vertrauen in Gott, der sogenannte Hingabeglaube.
Aus dieser Position kann der Sprachphilosoph die Bibel als nettes Märchenbuch (“Literarisch sehr wertvoll, wie Grimmsmärchen!“, “Da könnte ich ihnen genauso ein Nibelungenlied vorlesen.” Zur Erklärung: Es ging um die Genesis.) verstehen, geschrieben im Kontext der Entstehungszeit und für unsere Gegenwart oft unverständlich und faktisch falsch. Der Hase ist nun mal kein Wiederkäuer (3. Mose 11,6), aber was ändert das an den Grundwerten und Überzeugungen für die das Christentum steht?
Leider ist es mir nicht annähernd möglich, die Kunst und die bestechende Logik wiederzugeben, mit der Pater Keller seine Argumente aufbaut. Seine Vorträge, gespickt mit Anekdoten und Denkanstößen, sind eine Herausforderung und ein Genuss. Wer ihn bereits erlebt hat weiß, wovon ich spreche.
Pater Keller beim Vortrag

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: ,
Feb
08
2009
0

Gaudeamus igitur

Lasst uns also fröhlich sein – unter diesem Motto steht der alljährliche Ball der katholischen Münchner Verbindungen, der dieses Jahr nicht im deutschen Theater sondern in einem Zelt in Fröttmaning stattfand. Das Zelt hat dem feierlichen Rahmen keinen Abbruch getan. Ganz im Gegenteil: ich würde sogar sagen, dass es schicker und auch komfortabler ist, als das deutsche Theater, welches zur Zeit renoviert wird.
Der Abend war herrlich und obwohl ich erst vor zwei Monaten operiert wurde, habe ich schon wieder das Tanzbein geschwungen. Nicht durchgehend, aber immerhin. Anschließend hat mir der “gesunde” Fuß mehr weh getan als der andere. Da hat die Orthopädie ganze Arbeit geleistet. Und weil ich nicht ständig tanzen konnte, hatte ich viel Zeit zum Fotographieren:
Tanzshow
Dieses Paar war Teil der Showeinlage. Mehr Bilder gibt es hoffentlich bald an dieser Stelle.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: , , ,
Jan
11
2009
0

Barfuß oder Lackschuh

Adolph Freiherr Knigge Der Herr am linken Bildrand heißt Adolph Freiherr Knigge ist wohl den meisten als Ratgeber für gute Manieren bekannt. Wie mich Wikipedia belehrt hat, ist das nicht zutreffend, weil seine Werke ganz andere Ziele hatten. Trotzdem firmieren Seminare wie jenes, das dieses Wochenende in unserem Wohnheim stattfand, gerne unter dem Titel Knigge-Seminar. Unser Seminar hieß Barfuß oder Lackschuh – moderne Umgangsformen.
So habe wir dieses Wochenende unter anderem etwas über

  • moderne Kommunikationsmittel und deren Ge- und Missbrauch
  • Kleider machen Leute?
  • Verhalten bei Tisch: Essen ohne Zwang – aber mit Stil!

erfahren. Hier und in vielen anderen Situationen kann man beinahe beliebig viel falsch machen, weil korrekte Umgangsformen manchmal nicht gerade intuitiv sind, und wohl auch in ihrem traditionellen Kontext gesehen werden müssen. Ein kleines Beispiel: Du bist auf einem Ball, und würdest gerne eine Dame zum Tanzen auffordern. Diese sitzt in geselliger Runde an einem Tisch, natürlich mit ihrem Ehemann. Was sagt die Etikette?
Die Lösung: Das stilistisch korrekte Verhalten ist, die Dame knall hart zu ignorieren, und ihren Mann zu fragen, ob er Deinem Wunsch entspricht. Wer hätte vor 200 Jahren auch eine Frau gefragt, was sie will?

Written by Andi in: Vandalia | Schlagwörter: , ,
Okt
02
2008
0

Besuch vom Bosporus

Heute ist die Seite meiner Studentenverbindung gehackt worden. In gewisser Weise waren wir natürlich selbst schuld: Joomla installiert und dann erst mal ein halbes Jahr kein Update gemacht.
Mit einem System, das viel kann, kann man natürlich auch viel Blödsinn machen, wenn es nicht gut gewartet wird. So waren wir wohl eine von hunderten Seiten, die alle die Version 1.5.2 installiert hatten, und deshalb einem geskripteten Angriff einer türkischen Hackergruppe zum Opfer gefallen sind. Die coolen Gangsta vom Bosporus (Codename TurkHacks) haben wahllos Seiten vom Netz genommen und durch ihre seltsame “Ich war hier”-Botschaft ersetzt. Ole ole!

Reparatur samt Update hat gerade mal eine Stunde gedauert.

Written by Andi in: Vandalia | Schlagwörter:

Powered by WordPress. Theme: TheBuckmaker. PHP Scriptverzeichnis