On the rocks
Nach dem Großstadttrubel gestern gab es heute Kontrastprogramm. Ausflug zum Naturpark Stone Mountain. Eigentlich kein echter Berg sondern eher ein riesiger Felsen; wer Superlative mag: der zweitgrößte Monolith der Welt. So oder so: Man kann rauflaufen, und ein 360-Grad-Panorama der Wildnis von Georgia bewundern. Die muss man sich allerdings mit ein paar anderen Ausflüglern teilen. Oder man kann auf dem Cherokee-Trail einmal rund herum laufen. Den hat man dann auch praktisch für sich alleine. Ich habe beides gemacht, was einen sehr schönen Tag in der Natur ergeben hat.
Einzige Schwierigkeit ist die Anreise ohne Auto. Obwohl der Felsen nur 16 Meilen von meinem Hotel liegt, habe ich jeweils zwei Stunden mit Bus und S-Bahn gebraucht, um überhaupt hinzukommen. Und rückwärts bin ich im letzten Bus des Tages gesessen. Um kurz nach sieben! So habe ich auch die Lasershow, die es um halb zehn vor dem Relief gegeben hätte, verpasst. Die ist wohl nur für Leute mit Auto. Also jeden außer arme europäische Touristen…































So heißt das wohl im Englischen, wenn eine Sache zu ihrem Ende kommt. Nachdem ich die letzten Wochen selten Deutsch gesprochen habe, ist die Versuchung groß, alles zuerst in Englisch zu formulieren. Damit ist jetzt wieder Schluss. In einer halben Stunde geht’s zum Flughafen und morgen um diese Zeit bin ich hoffentlich schon wieder in München. Brasilien war gut – aber auch sehr anstrengend. Jetzt kann ich erst mal ein paar Wochen langweiligen deutschen Alltag brauchen. Bevor ich abreise ist noch zu erwähnen: Dona Vitoria hat mir prophezeit, dass ich noch in diesem Jahr zurückkehre und dass ich dann verheiratet sein und mit meiner Frau kommen würde. Man soll einer weisen Frau nicht widersprechen, aber…