Aug
25
2010
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Postcards from Paraguay


Or from Frauenchiemsee. Dort sind wir seit Mittwoch auf unserem Workshop über Extremal and Probabilistic Combinatorics. Das heißt: extrem viele Graphentheoretiker auf einem Haufen, und thematisch vielleicht die beste Konferenz, die für meine Promotion möglich ist. Ich habe jetzt nicht gerade fachlich einen Durchbruch erlebt, aber viele Namen, die man oft auf Veröffentlichungen sieht, haben plötzlich ein Gesicht bekommen.

Der Zeitplan des Workshops lässt auch viele Gelegenheiten, die Menschen kennen zu lernen. An den Depressionsfaktor – klar, sie spricht Koreanisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Tschechisch und ist mit Anfang 30 Professorin – habe ich mich inzwischen schon ganz gut gewöhnt, weshalb ich das ganze auch immer mehr genießen kann. Außerdem haben wir schickes Freizeitprogramm: täglich im Chiemsee schwimmen, über das Leben in aller Herren Länder reden und am Seeufer sitzen, während Olly Gitarre spielt und singt. ‘Postcards from Paraguay‘ von Mark Knopfler zum Beispiel.

Written by Andi in: Job,Mathematik | Schlagwörter: , ,
Aug
10
2010
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Zurück zur Diss

Heute habe ich das Programmierprojekt, an dem ich die letzten drei Wochen gesessen bin, abgeschlossen. Jetzt besitzt die Fakultät ein kleines Plugin, das Aufgabenblätter im Latex-Quelltext entgegennimmt und daraus sowohl PDF-Dokumente wie auch Webformulare erzeugt. Die Eingaben der Studenten könnten dann sofort statistisch erfasst werden. Den ersten Praxistest hat das Programm auch schon bestanden – nur den Quellcode sollte besser niemand sehen!

Da hiermit meine ToDo-Liste aus dem Semester praktisch abgearbeitet ist, kann ich morgen – man glaubt es kaum – wieder mal an meiner Promotion arbeiten. Der erste Schritt dürfte wohl sein, mich daran zu erinnern, was wir damals im März gemacht haben. Ole!

Written by Andi in: Job,Mathematik | Schlagwörter: ,
Jul
14
2010
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The joy of learning Perl

Diese Woche darf ich mir selbst einen Crash-Kurs in Perl verabreichen bzw. ich muss bis Freitag ein Programm schreiben, dass unsere Lehrstuhlseite mit Multiple-Choice Tests aufrüstet. Und Foswiki-Plugins werden nun mal in Perl geschrieben.

Das ganze hat auch seine lustige Seite. Jedenfalls hatten die Autoren von O’Reillys Perl Cookbook Humor. In der Einleitung zu Kapitel 5: Hashes steht:

Doing linear scans over an associative array is like
trying to club someone to death with a loaded Uzi.
– Larry Wall

Written by Andi in: Job | Schlagwörter: ,
Mai
07
2010
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Mal sehen

Ich habe gerade den Briefumschlag mit meiner Bewerbung für ein Forschungssemster in den Vereinigten Staaten zugeklebt. Wenn alles gut läuft, bin ich ab Herbst an der University of California in Los Angeles. Das hängt natürlich ganz entscheidend davon ab, ob mich in der Zeit irgendjemand bezahlt. Zum Beispiel der DAAD…

Written by Andi in: Job,Mathematik | Schlagwörter: , ,
Apr
27
2010
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Yes, we do speak English

Ich bin gerade dabei mich für das nächste Auslandssemester zu bewerben, und da brauche ich einen Englischtest – na klar. Freundlicher Weise bietet die TUM einen entsprechenden Test an. Der findet im Eilverfahren statt, und unser Prüfer meint “We expect you to return with an improved english anyways.” Alles klar, und los geht’s: Leseverständnis, Hörverständnis und natürlich selbst sprechen. In den ersten beiden Teilen lernen wir von Namensgebungstraditionen der Sioux-Indianer, den verschiedenen Gattungen von Walen, seltsam-pseudowissenschaftlichem Determinismusgeschwurbel und den Gefahren von Büchern und Forschung zum Thema Gender- bzw. nationale Unterschiede. Anscheinend sind diese Texte standartisiert und kommen schon mit entsprechenden Fragebogen. Für Teil drei verteilt Charles Kärtchen mit Fragen, die wir anschließend selbst beantworten müssen. Und hier durfte er sich anscheinend selbst austoben. Eine kleine Kostprobe:

  • Imagine you have the power to prevent either an earthquake killing 20.000 people, and airplain crash killing 200 or a traffic accident killing a friend. Which would you prevent?
  • If you could choose to live the next 25 years in perfect happyness and then die immedeately, would you do so?
  • If you knew there would be a thermo-nuclear war one week from now, what would you do?
  • If you had the ability to kill people without a trace, who would you kill?

Das beweist mal wieder zwei Dinge: Im Schulunterricht wird man nicht auf die Fragen vorbereitet, die sich später im Leben stellen, und zweitens: Falls der Atomkrieg doch kommt, sollte man wenigstens eine Liste mit Leuten besitzen, die man schon lange umbringen wollte.

ps. Frage zwei würde ich gerne in 60 Jahren nochmals gestellt bekommen.

Written by Andi in: Job,Uni | Schlagwörter: ,

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