Mai
21
2011
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On the rocks

Nach dem Großstadttrubel gestern gab es heute Kontrastprogramm. Ausflug zum Naturpark Stone Mountain. Eigentlich kein echter Berg sondern eher ein riesiger Felsen; wer Superlative mag: der zweitgrößte Monolith der Welt. So oder so: Man kann rauflaufen, und ein 360-Grad-Panorama der Wildnis von Georgia bewundern. Die muss man sich allerdings mit ein paar anderen Ausflüglern teilen. Oder man kann auf dem Cherokee-Trail einmal rund herum laufen. Den hat man dann auch praktisch für sich alleine. Ich habe beides gemacht, was einen sehr schönen Tag in der Natur ergeben hat.
Einzige Schwierigkeit ist die Anreise ohne Auto. Obwohl der Felsen nur 16 Meilen von meinem Hotel liegt, habe ich jeweils zwei Stunden mit Bus und S-Bahn gebraucht, um überhaupt hinzukommen. Und rückwärts bin ich im letzten Bus des Tages gesessen. Um kurz nach sieben! So habe ich auch die Lasershow, die es um halb zehn vor dem Relief gegeben hätte, verpasst. Die ist wohl nur für Leute mit Auto. Also jeden außer arme europäische Touristen…

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Mai
20
2011
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Sightseeing

Dieses Wochenende ist Touristenprogramm angesagt. Zwischen den zwei Wochen Uni kommt diese Abwechslung gerade recht. Um es gleich zu verraten: die drei Tage, die ich eingeplant habe, um die Highlights von Atlanta zu sehen, reichen locker! Aber alles der Reihe nach. Mein erster Ausflug geht ins Stadtzentrum. Auf dem Programm steht das Georgia Aquarium und die CNN Zentrale. Das sogenannte Cable News Network wurde nämlich hier gegründet und hat immer noch seien Hauptsitz in der Stadt. Wie übrigens auch Coca-Cola. Aber die World of Coca-Cola erspare ich mir dann doch.

Das Aquarium wäre an sich echt empfehlenswert. Seid aber nicht so schlau wie ich, und geht dort unter der Woche und womöglich auch noch mittags hin. Naiv wie ich bin, dachte ich, dass dann besonders wenig los wäre. Gefühlte 30 Schulklassen haben mich eines besseren belehrt. Und jetzt ist es nicht gerade so, dass stille Kontemplation eine besondere Tugend von (US-amerikanischen) Jugendlichen wäre. Aber wer in einem amerikanischen Aquarium Ruhe erwartet, ist sowieso schief gewickelt. Hintergrundinformationen zu den Tieren der Ausstellung – wer will sowas schon. Sogar auf lebende Pflanzen in den Becken muss man verzichten. Plastik ist doch so viel einfacher zu warten. Dafür bieten wir das größte Aquarium weltweit. Mehr kann man für 27 Dollar auch nicht erwarten. Und die schiere Größe beeindruckt tatsächlich…

Bei CNN habe ich 15 Dollar für eine knapp einstündige Tour (inklusive Sicherheitskontrolle und Fotostopp) gebucht. Bekommen habe ich hauptsächlich Eigenwerbung, eine kurze Demonstration der Blue- bzw. Green-Box-Technik und einen Blick in das echte Nachrichtenstudio von CNN domestic – live on air. Außerdem habe ich gelernt, dass der moderne amerikanische JournalistAnchorman ständig Twitter und Facebook mitlaufen hat, um zu erfahren, was die Zuschauer gerade gerne sehen würden. So sieht das Programm dann auch aus. Übrigens: In DeKalb County wurde ein Polizeiauto gestohlen. Breaking News! Polizeiauto gestohlen! Breaking News!

Des weiteren bin ich durch den Centenial Olympic Park und das Stadtzentrum zum Georgia State Capitol gelaufen. Ganz nett, aber wenn man’s nicht gesehen hat…

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Mai
17
2011
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Emory – erste Eindrücke

Emory hat kürzlich das 175-jährige Bestehen gefeiert. Damit blickt man hier auf eine längere akademische Tradition zurück als wir daheim an der TUM. Das ist auch insofern bemerkenswert, dass Atlanta erst 1847 gegründet wurde. Wir befinden uns also auf altehrwürdigem Felde. An Stelle tausender Worte hier ein paar Bilder.

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Mrz
27
2011
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Rio – Teil 2

Mein zweiter Touri-Tag fängt mit einem Höhepunkt an. In diesem Fall ist das der Corcovado, ein 710 Meter hoher Felsen, auf dem die berühmte Christus-Statue steht. Den Weg dorthin bringe ich mit einem Kleinbustaxi hinter mich. Der Fahrer fährt gemäß dem Motto, das auf dem Handschuhfach klebt: deus proteja esta van – Gott schütze diesen Van. Immerhin sind wir schnell oben. Leider ist es ziemlich diesig und so direkt alleine ist man hier auch nicht. Aber das hatte ich auch nicht erwartet, schließlich der 38-Meter-Heiland neben dem Zuckerhut wohl das Wahrzeichen von Rio. Cristo ist übrigens begehbar, und im Inneren gibt es eine Kapelle, in der gerade eine Taufe stattfindet. Ich flüchte vor den Touristenhorden und begebe mich auf eine dreistündige Wanderung in den atlantischen Regenwald. Obwohl man von hier auf eine Millionenmetropole hinabblickt, erstreckt sich nämlich ein Nationalpark über die Hügelkette, die angeblich unberührten Regenwald beherbergt. Die Tour lohnt sich nicht nur wegen des beeindruckenden Blicks entlang der Küste und zurück zu Cristo, sondern auch weil man hier weitgehend alleine ist und die Natur ungestört genießen kann.
Am Nachmittag geht es in Jardim Botânico, den Botanischen Garten von Rio. Hier gibt es hauptsächlich eine Sorte von Pflanzen: Bäume. Diese dafür in hunderten Varianten und beeindruckenden Größen. Bevor jetzt wieder jemand lästert: Ja, ich weiß, dass Palmen und Bäume nicht das gleiche sind. Während die Deutschen Linden und die Italiener Platanen pflanzen, scheint hier die Wahl klimabedingt auf Palmen zu fallen. Die machen dummerweise so gut wie keinen Schatten. Andererseits bin ich dankbar für die einzigen echten Sonnentage, die ich dieses Jahr in Brasilien erlebt habe.

Zum Sonnenuntergang geht es an den Strand. Und nicht an irgend einen Strand, sondern an den Ipanema Beach, neben der Copacabana wohl der bekannteste Strand von Südamerika. Leider scheint dieses Stück Badeparadies nicht wegen seiner Ästhetik berühmt zu sein. Wobei der Atlantik tatsächlich schöne Wellen und der Sand warm und weich ist. Man hätte halt keine vierspurige Straße und die ganzen Hochhäuser draufbauen müssen. Dann wären auch nicht der letzte Quadratmeter mit Sonnenstuhl und Badetuch zugestellt. Wobei ich an dieser Stelle bestätigen muss, dass die Brasilianer (und auch die Brasilianerinnen) einfach schöne Menschen sind. Bei ersteren hatte ich allerdings keine repräsentative Stichprobe. Jedenfalls nicht, wenn die vielfarbigen Fahnen auf dem Strandabschnitt das gleiche bedeuten wie in Europa…

An dieser Stelle wird es Zeit, Marci und Chucks vorzustellen. Die beiden sind die Herbergseltern von Cafe Rio Hostel, wo ich die Tage gewohnt habe. Sehr nette Leute, die sich gerne mit ihren Gästen unterhalten und immer hilfsbereit sind. Da ich momentan neben einer Australierin der einzige Gast bin, bilden wir so etwas wie eine temporäre Familie. An meinem letzten Abend in Rio gehen wir vier auf ein Samba-Konzert in einen Club in Lapa, dem Ausgeh- und Partyviertel der Stadt. Es spielen zwei Bands und wir kommen erst gegen drei nach Hause. Zu dieser Zeit ist in Lappa auf den Straßen noch mehr los als in der Kaufinger Straße am Samstag um zwölf. Aber ich muss morgens um acht Uhr raus, weil es zurück nach Sao Paulo geht.

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Jan
26
2011
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Klein und trotzdem gut?

Die Elektromärkte mit den schlauen Kunden hatten die letzten Wochen eine Aktion mit Produkten zum Einkaufspreis. Angeblich. Allerdings hat mich eine Kompaktkamera von Canon angelacht, die tatsächlich 20 Euro billiger als der billigste Onlineshop war. Die Tests haben die Canon G11 durchwegs gelobt, in Brasilien will ich nicht meine Spiegelreflex rumschleppen, der Techniketat für 2011 ist gut gefüllt – ich konnte also nicht widerstehen. Auch wenn sie nicht blöd sind, mir ist nicht klar, wie sich das Geschäft für den Händler gelohnt haben soll. Kamera zum Einkaufspreis, Speicherkarte zum Einkaufspreis, billige Kameratasche, deren Gesamtpreis wohl kaum Kosten für Werbung, Filiale und Verkäuferin eingespielt haben dürfte. Anscheinend war die Hoffnung, dass viele Kunden angebotene Zusatzakkus, Zusatzversicherungen, Zusatz-Schlag-mich-tot kaufen. Ob die Rechnung aufgegangen ist?

Ist ja auch nicht mein Problem. Ich sitze jetzt hier mit einer nagelneuen Digi-Cam, die vor ihrem ersten großen Einsatz noch ordentlich getestet werden will. Vielleicht schon am Wochenende. So sieht sie übrigens aus:

Written by Andi in: Angetestet | Schlagwörter: , ,

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