Feb
19
2011
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Ein Adeltstitel reicht doch auch!

Unsere Presse stürzt sich ja gerade mit Vergnügen auf die Plagiatsvorwürfe um die Promotion des bis dato wohl beliebtesten CSU-Politikers. Und während die Artikel der großen Leitmedien immer die gleichen drei Brocken Information wiederkäuen, dürften sie wohl kaum den Standards genügen, die sie dabei selbst anlegen. Erfrischend anders ist hier das Projekt GuttenPlag, in dem sich die Netzgemeinde daran gemacht hat, etwaige Quellen mit den Formulierungen aus zu Guttenbergs Promotion zu verknüpfen. So kann sich jeder selbst einen Eindruck von der Stichhaltigkeit der Vorwürfe machen. Transparent und nachprüfbar – so muss Information präsentiert werden!

Plagiator (Quelle: http://de.guttenplan.wikia.com)Nach aktuellem Stand sind auf zwei von drei Seiten der Arbeit Passagen aufgetaucht, die nicht oder nur unzureichend als Zitat gekennzeichnet sind. Bei der Stichprobe, die ich mir angeschaut habe, sah das eher so aus, als ob die fraglichen Texte auch nie als Zitat erscheinen sollten, da sie teilweise umformuliert wurden. Das dürfte sich kaum als Versehen oder harmlose Schlamperei abwiegeln lassen. Aber macht euch am besten selbst ein Bild.

Fazit für alle: Internetkollaboration in Bestform, so funktioniert die moderne Wissensgesellschaft!
Fazit für Freiherrn: Wer einen Adelstitel und zehn Vornamen hat braucht eigentlich keinen weiteren Titel, oder? Falls sie in Kürze Ihren akademischen Grad vermissen sollten, würde ich Ihnen als ehemaliger Wirtschaftsminister z.B. folgendes Thema empfehlen: Ein mathematisches Modell zur Bestimmung der Fläche unter der Neuverschuldungskurve

Written by Andi in: Uni | Schlagwörter: , ,
Jan
20
2011
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Die Besten der Besten der Besten, Sir!

Letztes Jahr war ich glücklich, mein zweites Paper eingereicht zu haben. Kaum promoviert man zwei Jahre…
Ein Mediziner hätte in der Zeit drei Promotionen geschrieben. Und zahlreiche Publikationen hervorgebracht. So wie folgendes Schmuckstück:

A mathematical model for the determination of total area under glucose tolerance and other metabolic curves. M.M. Tai. Diabetes Care, Vol 17, Issue 2 152-154

Der Autor entwickelt in dieser Veröffentlichung ein Verfahren, mit dessen Hilfe sich die Fläche unter einer Stoffwechselkurve berechnen lässt. Dazu teilt er die Fläche in Trapeze auf und summiert über deren Fläche. Laut Autor ist dieses Verfahren, das er bescheiden nach sich selbst Tai-Model nennt, “deutlich genauer als die üblichen verwendeten Methoden“. Als Dank erhält er 75 Zitierungen aus der medizinischen Welt.

Was soll ich sagen? Die Welt da draußen ist für einen Mathematiker manchmal ein schauerlicher Ort…

Written by Andi in: Mathematik | Schlagwörter: ,
Dez
18
2008
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Einige Interessante Fakten

Über die Entwicklung der Informationsgesellschaft:

Written by Andi in: Allgemein | Schlagwörter: , , ,

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