Gratis-Tipp: Datenschutz für Einsteiger
Liebe Massen-Email-Versender
An dieser Stelle sind nicht die Spammer gemeint, die wohl als unbelehrbar gelten dürften. Nein, hier mögen sich alle Vereinsvorstände, Ortsvorsitzende und Gewerbetreibende, sowie private Emailbegeisterte angesprochen fühlen. Wenn ihr mir oder der großen weiten Welt die neusten Pläne für das Frühlingsfest, den Kommunalwahlkampf oder die Gartenausstellung schickt, oder wenn ihr einfach nur alle eure Freunde mit den neusten Katzenbildern beglücken wollt, warum schickt ihr dann immer gleich euer gesamtes Adressbuch für alle lesbar mit? Wer einfach die gesammelten Adressen in “An:” oder “CC:” abkippt, der sollte doch inzwischen wissen, dass dann auch alle Empfänger diese Adressen mitlesen können. Und nicht nur das…
Wenn ihr also nicht wollt, dass alle Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung den Tilo-Sarrazin-Newletter abonniert bekommen, und der ödp-Kreisverband den Tweets von Guido Westerwelle folgt, während die Kunden vom Biohof zum Betriebssport bei BASF angemeldet werden, dann verwendet in Zukunft das “BCC:”. Oder richtet einfach einen ordentlichen Newsletter ein, für den es ein Opt-In gibt. Wir Deutschen halten uns doch sonst auch so gerne an Vorschriften. Warum nicht ausnahmsweise dann, wenn es wirklich einen Sinn hat?
Beste Grüße
Eintrag 312 auf eurer Empfängerliste
Die deutsche Post hat gerade damit begonnen, die ersten epost-Adressen zu registrieren. Dieser neue Service soll die letzten Vorteile analoger Post in das Digitalzeitalter übertragen. Konkret geht es darum, rechtsverbindliche Kommunikation per Email zu ermöglichen. Desweiteren bietet die Adresse auch eine demail-Funktion, d.h. Emails werden auf Wunsch von der Post ausgedruckt und als Brief versandt. Der Preis des Standardbriefportos ist da nur fair. Also durchaus eine interessante Sache und vielleicht das Ende überflüssiger Papierbriefe.