Mrz
22
2011
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Brasilianisch für Anfänger

Obwohl ich jetzt schon zum zweiten Mal in Brasilien bin, sind meine Sprachkenntnisse noch sehr überschaubar. Das freut natürlich die Obsthändler am Markt, weil sie mich so leicht über den Tisch ziehen können. Aber wahrscheinlich müsste man da schon fließend Brasilianisch können, um das Spiel zu beherrschen. Davon bin ich weit entfernt; mein aktiver Wortschatz sieht aktuell ungefähr so aus:

Olá Hallo
Tudo bem? Alles in Ordnung? (DIE Begrüßungsformel schlechthin)
Tudo bem! Alles bestens! (die übliche Antwort darauf)
Obrigado Danke
Boa noite! Gute Nacht/Auf Wiedersehen
Picanha Rumpsteak
Alcatra obere Rinderlende
Maminha mittlere Rinderlende
Fraldinha untere Rinderlende
Mais, por favor! Mehr, bitte!

Wer sich jetzt wundert, wo ich Brasilianisch lerne, dem sei eine landestypische Köstlichkeit empfohlen: das Rodizio. Darunter versteht man hier ein Grillrestaurant, in dem die Kellner ständig mit den köstlichsten Fleischspießen zwischen den Tischen patroullieren. Am Anfang erhält jeder Gast eine runde Marke, deren zwei Seiten mit “Sim, por favor!” und “Nao obrigado!” beschriftet sind. Rot und grün, die Farben sind selbsterklärend. Da das Fleisch nicht selbsterklärend ist, erhält man einen kleinen Ratgeber dazu. Wer auch immer die Grimmsmärchen erfunden hat, es gäbe im Schlaraffenland keinen Griesbrei, wenn der Autor einmal beim Rodizio gewesen wäre…

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: ,
Mrz
17
2011
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Mathematik bis der Arzt kommt

Seit einer Woche ist Anusch (aka. Prof. Dr. Taraz) hier, und abgesehen von Sonntag haben wir jeden Tag intensiv an unserem Projekt gearbeitet. Stundenlang, täglich, bis zur völligen Erschöpfung – ein Traum. Das ist jetzt keinesfalls ironisch gemeint. Wer schon eine Bachelorarbeit/Diplomarbeit/Promotion/etc. geschrieben hat, weiß wie kostbar die Betreuungszeit ist. Und dass ich hier gleich zwei “alte Hasen” habe, die mir (und unserem gemeinsamen Projekt) exklusiv ihre Zeit widmen ist schon der Wahnsinn. Und alles andere als selbstverständlich: Ich denke mal, ich habe in dieser Woche mehr mit meinem Betreuer über Mathematik diskutiert als andere Doktoranden in ihrer gesamten Promotion. (Herr L, Herr S. oder Herr W. von M3 werden das vermutlich bestätigen.) Und das Projekt scheint wirklich voranzukommen. Auch wenn ich mich immer noch nicht in der Lage sehe, hier zu erklären, was wir eigentlich machen. Aber es sieht so aus:

Randbemerkung: Nachdem mir Julia ein Jahr lang erzählt hat, dass ich mir keine Sorgen über den Erfolg unseres Projekts machen soll, hat sie diese Woche gesagt: “Jetzt bin ich zum ersten Mal optimistisch, dass wir das hinbekommen.” Da sollte wohl jemand Motivationstrainer werden…

Written by Andi in: Mathematik,On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter: ,
Apr
03
2010
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Brasilianisches Fazit

In diesem Augenblick ist es 30 Tage her, dass ich in Madrid am Terminal den ersten Eintrag über mein Brasilienabenteuer verfasst habe. Jetzt sitze ich wieder am Flughafen, aber leider noch nicht in Madrid sondern noch in Sao Paulo. In zwei Stunden startet mein Flug, und ich verlasse den Kontinent in Richtung Heimat. Und so wie ich mich vor einem Monat auf Brasilien gefreut habe, freue ich mich jetzt auf Bayern.

Gelohnt hat sich die Reise wahrlich. Ich denke, dass ich in meiner Promotion ein gutes Stück weitergekommen bin, ich hatte eine sehr interessante und fröhlich Zeit, habe zum ersten Mal in einer wirklichen Metropole gelebt, im Paradies Urlaub gemacht und einigen interessanten Menschen getroffen. Nur der unbekannten Brasilianischen Schönheit bin ich nicht begegnet, und dementsprechend habe ich auch nicht spontan beschlossen, für immer hier zu bleiben. Meine Mutter wird nicht traurig sein.

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter: ,
Mrz
27
2010
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Ab an den Strand

Heute fahren wir für fünf Tage nach Ubatuba an den Strand. Bin also vorübergehend nicht erreichbar. Außer vielleicht per Flaschenpost.

Postscriptum: Wir sind wieder da. Und – es war unbeschreiblich!


(Jetzt auch mit Lightbox Plugin – einfach auf die Bilder klicken…)

Written by Andi in: Fotos,On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter: ,
Mrz
26
2010
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Ordnung und Fortschritt

Die brasilianischen Gründerväter haben sicher nicht an den Straßenverkehr gedacht, als sie Ordem et Progresso – Ordnung und Fortschritt – zum Wahlspruch erhoben. In der Rush-Hour von Sao Paulo ist nämlich von beidem nicht viel zu sehen. Und die Rush-Hour erstreckt sich gefühlt von 7:00 Uhr – 21:00 Uhr jeden Tages. Das ist auch kein Wunder bei der explosionsartigen Entwicklung der Einwohnerzahlen, die wohl nur noch von der Entwicklung der angemeldeten Kraftfahrzeuge übertroffen wird. Mobiler ist Sao Paulo dadurch nicht geworden, haben sich doch die Straßen im selben Maße zu immer mehr zu überdimensionierten Standstreifen entwickelt. Um das Verkehrsaufkommen wenigstens etwas in Griff zu bekommen, gibt es jetzt in der Innenstadt ein Fahrverbot für die Kernzeiten morgens 7-10 Uhr und Abends 17-20 Uhr. Abhängig von der ersten Ziffer des Nummernschildes muss jeder sein Auto an einem Arbeitstag der Woche in dieser Zeit stehen lassen. Bei Nichtbeachtung werden empfindliche Bußgelder verhängt. Und voila: 20 Prozent weniger Verkehrsaufkommen ohne einen einzigen Real Kosten. Eine Maßnahme, die einfach, effektiv und in Deutschland völlig unvorstellbar ist!

Ganz unabhängig davon ist das auch ein wunderbares Konjunkturpaket für die Autoindustrie: Wer es sich leisten kann, hat hier einfach zwei Fahrzeuge mit verschiedenen Nummernschildern…

Und schon rollt der Verkehr wieder

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter:

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