Mai
01
2011
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Hoch in den Wolken

Vom Walchensee zu Herzogstand und Heimgarten ist immer eine schöne Tour, besonders wegen der herrlichen Aussicht, die man zwischen den beiden Gipfeln genießen kann. Nur dumm, wenn man genau dort durch dichten Nebel stolpert. Aber sobald wir wieder am Abstieg waren, haben sich die Wolken verzogen, und wir konnten immerhin sehen, wo wir denn gelaufen waren.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: ,
Mrz
28
2011
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The wheel has come full circle

So heißt das wohl im Englischen, wenn eine Sache zu ihrem Ende kommt. Nachdem ich die letzten Wochen selten Deutsch gesprochen habe, ist die Versuchung groß, alles zuerst in Englisch zu formulieren. Damit ist jetzt wieder Schluss. In einer halben Stunde geht’s zum Flughafen und morgen um diese Zeit bin ich hoffentlich schon wieder in München. Brasilien war gut – aber auch sehr anstrengend. Jetzt kann ich erst mal ein paar Wochen langweiligen deutschen Alltag brauchen. Bevor ich abreise ist noch zu erwähnen: Dona Vitoria hat mir prophezeit, dass ich noch in diesem Jahr zurückkehre und dass ich dann verheiratet sein und mit meiner Frau kommen würde. Man soll einer weisen Frau nicht widersprechen, aber…

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter: ,
Mrz
27
2011
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Rio – Teil 2

Mein zweiter Touri-Tag fängt mit einem Höhepunkt an. In diesem Fall ist das der Corcovado, ein 710 Meter hoher Felsen, auf dem die berühmte Christus-Statue steht. Den Weg dorthin bringe ich mit einem Kleinbustaxi hinter mich. Der Fahrer fährt gemäß dem Motto, das auf dem Handschuhfach klebt: deus proteja esta van – Gott schütze diesen Van. Immerhin sind wir schnell oben. Leider ist es ziemlich diesig und so direkt alleine ist man hier auch nicht. Aber das hatte ich auch nicht erwartet, schließlich der 38-Meter-Heiland neben dem Zuckerhut wohl das Wahrzeichen von Rio. Cristo ist übrigens begehbar, und im Inneren gibt es eine Kapelle, in der gerade eine Taufe stattfindet. Ich flüchte vor den Touristenhorden und begebe mich auf eine dreistündige Wanderung in den atlantischen Regenwald. Obwohl man von hier auf eine Millionenmetropole hinabblickt, erstreckt sich nämlich ein Nationalpark über die Hügelkette, die angeblich unberührten Regenwald beherbergt. Die Tour lohnt sich nicht nur wegen des beeindruckenden Blicks entlang der Küste und zurück zu Cristo, sondern auch weil man hier weitgehend alleine ist und die Natur ungestört genießen kann.
Am Nachmittag geht es in Jardim Botânico, den Botanischen Garten von Rio. Hier gibt es hauptsächlich eine Sorte von Pflanzen: Bäume. Diese dafür in hunderten Varianten und beeindruckenden Größen. Bevor jetzt wieder jemand lästert: Ja, ich weiß, dass Palmen und Bäume nicht das gleiche sind. Während die Deutschen Linden und die Italiener Platanen pflanzen, scheint hier die Wahl klimabedingt auf Palmen zu fallen. Die machen dummerweise so gut wie keinen Schatten. Andererseits bin ich dankbar für die einzigen echten Sonnentage, die ich dieses Jahr in Brasilien erlebt habe.

Zum Sonnenuntergang geht es an den Strand. Und nicht an irgend einen Strand, sondern an den Ipanema Beach, neben der Copacabana wohl der bekannteste Strand von Südamerika. Leider scheint dieses Stück Badeparadies nicht wegen seiner Ästhetik berühmt zu sein. Wobei der Atlantik tatsächlich schöne Wellen und der Sand warm und weich ist. Man hätte halt keine vierspurige Straße und die ganzen Hochhäuser draufbauen müssen. Dann wären auch nicht der letzte Quadratmeter mit Sonnenstuhl und Badetuch zugestellt. Wobei ich an dieser Stelle bestätigen muss, dass die Brasilianer (und auch die Brasilianerinnen) einfach schöne Menschen sind. Bei ersteren hatte ich allerdings keine repräsentative Stichprobe. Jedenfalls nicht, wenn die vielfarbigen Fahnen auf dem Strandabschnitt das gleiche bedeuten wie in Europa…

An dieser Stelle wird es Zeit, Marci und Chucks vorzustellen. Die beiden sind die Herbergseltern von Cafe Rio Hostel, wo ich die Tage gewohnt habe. Sehr nette Leute, die sich gerne mit ihren Gästen unterhalten und immer hilfsbereit sind. Da ich momentan neben einer Australierin der einzige Gast bin, bilden wir so etwas wie eine temporäre Familie. An meinem letzten Abend in Rio gehen wir vier auf ein Samba-Konzert in einen Club in Lapa, dem Ausgeh- und Partyviertel der Stadt. Es spielen zwei Bands und wir kommen erst gegen drei nach Hause. Zu dieser Zeit ist in Lappa auf den Straßen noch mehr los als in der Kaufinger Straße am Samstag um zwölf. Aber ich muss morgens um acht Uhr raus, weil es zurück nach Sao Paulo geht.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: , , ,
Mrz
25
2011
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Rio – Teil 1

Nach zwei Tagen am IMPA, dem Instituto Nacional De Matemática Pura E Aplicada gibt es 48 Stunden Touristenprogramm zwischen Zuckerhut und Sandstrand. Der erste Tag bringt mich ins Stadtzentrum, wo einige verlorene Kolonialzeitbauten zwischen hässlichen Wolkenkratzern verschwinden. Das ist nicht schön im klassischen Sinne aber sicher einzigartig. So wie der Zuckerhut-Felsen, zu dem wir nachmittags fahren. Wir ist übrigens eine Australierin aus der Jugendherberge und ich. Sie macht schon seit sieben Monaten Urlaub in Südamerika und hat bereits zwei Wochen in der Stadt verbracht. Da lasse ich mich natürlich gerne herumführen.
Der Pão de Açúcar wie der Zuckerhut-Felsen hier heißt, ist ein 395 Meter hoher Granitfelsen vor Rios Stränden. Von hier hat man perfekte Rundumsicht auf Stadt und Meer. Der Weg nach oben verläuft über zwei Seilbahnen und bringt uns auf die Spitze dieses massiven Felsens. Hier oben gibt es die erwähnte Aussicht und einen Mini-Urwald mit kleinen Äffchen, die nicht scheu aber unglaublich flink sind. Lustig anzusehen aber schwer zu fotografieren. Zum Sonnenuntergang gehe ich in einer Bucht am Fuß des Felsens baden. Es ist angeblich der erste Sonnentag seit zwei Wochen – für mich der erste Sonnentag in einem Monat Brasilien.

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Mrz
22
2011
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Abschied@USP

Heute war mein letzter Tag an der Universidade de Sao Paulo – für dieses Mal jedenfalls. Ich durfte ein zweites Mal die fröhliche und produktive Atmosphäre am anderen Ende der Welt erleben. Und wieder war es eine gute Zeit mit der “Crowd“, den Menschen aus dem Department. Dieses Jahr haben wir deutlich härter gearbeitet als das letzte Mal. Das lag vielleicht daran, dass Anusch als treibende Kraft dabei war. Oder daran, dass wir dieses Mal tatsächlich das Gefühl hatten, weiter zu kommen. Den wissenschaftlich gelohnt hat sich die Zeit auf alle Fälle. Ich hatte mir ja drei Jahre lang angehört, dass die Ergebnisse einer Promotion immer auf sich warten lassen um schließlich in einer Woche vom Himmel zu fallen. Nun, wenn es eine solche Woche bei mir gibt, dann hat sie hier stattgefunden. Ein großes Kompliment muss ich an dieser Stelle auch Julias Motivationskünsten machen. Sie hat mir die letzten zwei Jahre immer wieder gesagt, dass unser Projekt sicher erfolgreich wird, und dass es nur eine Frage der Zeit wäre. So hat sie mit dafür gesorgt, dass ich die vielen frustrierenden Monate überstanden habe. Vor ein paar Tagen hat sie nun gesagt: “Jetzt bin ich zum ersten Mal optimistisch, dass wir das hinbekommen werden.” Alles klar!

Vielen Dank für die produktiven Tage hier: allen Mathematikern auf dem Bild und ganz besonders an Julia, Anusch und Yoshi (1.v.l.)

Written by Andi in: Mathematik,On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter: , ,

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