Liebesbeweise
So heißt das aktuelle Programm von Eckart von Hirschhausen. Und dieses Programm habe ich gestern im ausverkauften Circus Krone Bau mit meiner Familie gesehen. An dieser Stelle: eine ganze klare Empfehlung! Und der Versuch, mich an einige Pointen zu erinnern:
- “Je länger die Absätze desto kürzer die Hauptsätze.” – Hirschhausens Beobachtung in der Disco
- “Heute wächst die Jugend mit H&M und M&M auf. Ich bin damals mit C&A und Storck aufgewachsen. C&A, das war dieser französische Designer: ‘création asociale’…” – über die Probleme der Jugend im Wechsel der Zeiten
- “So ein Pfau mit seinem Rad ist eine totale Fehlkonstruktion. Wenn der Fuchs kommt, ist der sofort erledigt. Das Rad macht also für die Fortbewegung keinen Sinn – aber für die Fortpflanzung sehr wohl! Etwa so wie Allradantrieb in der münchner Innenstadt.” – An dieser Stelle hat der erfolgreiche Endfünfziger neben mir besonders finster geschaut.
- “Männer merken sich scheinbar nur die Proportionen: genauso groß wie mein Kopf.” – Warum Männer seit dem Stillen im Säuglingsalter überzogene Erwartungen an die weibliche Anatomie haben.
Und vieles mehr! Er singt, tanzt Statistiken, improvisiert mit dem Publikum, hat auch seine nachdenklichen, beinahe philosophischen Seiten. Der Mann ist ein Phänomen!
Am Samstag habe ich in meinem Briefkasten eine Benachrichtigung der Post gefunden. Sie hätten da so ein Paket für mich, das sie aber nicht zustellen könnten, weshalb ich es doch binnen sieben Werktagen abholen solle. Datiert war die Karte auf den 11. Mai. Offensichtlich hatte diese ihren Weg nicht vor Christi Himmelfahrt zu mir gefunden, und seitdem war ich unterwegs gewesen. Ich muss nicht erwähnen, dass am Samstag die Filiale schon geschlossen und am Dienstag das Paket schon wieder zum Absender zurückgeschickt war. Aus Datenschutzgründen konnte man mir natürlich auch nicht sagen, von wem das Paket denn war bzw. wie ich jetzt herausfinden soll, was ich denn eigentlich verpasst habe. Dem Postangestellten fiel auch keine Lösung ein, wie ich in Zukunft dieses Dilemma vermeide, ohne auf jede längere Abwesenheit aus München zu verzichten; Packstationen halten ihre Schätze nämlich auch nur sieben Tage vor…
Die Jungs von der Uni haben mich also zu einem Spiel von SPFC in der Copa Libertadores, der Championsleague von Südamerika, mitgenommen. Um es gleich zu sagen: Die Stimmung war bestens, auch weil die Gastgeber haushoher Favorit waren und 3:0 gewonnen haben. Ohne viel Ahnung von Männern, die nach Bällen treten, zu haben, attestiere ich dem brasilianischen Fußball eine Eleganz, die man aus Deutschland nicht kennt. Hier wird gedribbelt, blind nach hinten durchgepasst und auch im gegnerischen Strafraum noch eine dreizügige Kombination gespielt, ohne gleich den Ball in Richtung Tor zu dreschen. 
Wer in München eine kreative Stadtführung erleben will, sollte sich den Namen