Feb
19
2011
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Ein Adeltstitel reicht doch auch!

Unsere Presse stürzt sich ja gerade mit Vergnügen auf die Plagiatsvorwürfe um die Promotion des bis dato wohl beliebtesten CSU-Politikers. Und während die Artikel der großen Leitmedien immer die gleichen drei Brocken Information wiederkäuen, dürften sie wohl kaum den Standards genügen, die sie dabei selbst anlegen. Erfrischend anders ist hier das Projekt GuttenPlag, in dem sich die Netzgemeinde daran gemacht hat, etwaige Quellen mit den Formulierungen aus zu Guttenbergs Promotion zu verknüpfen. So kann sich jeder selbst einen Eindruck von der Stichhaltigkeit der Vorwürfe machen. Transparent und nachprüfbar – so muss Information präsentiert werden!

Plagiator (Quelle: http://de.guttenplan.wikia.com)Nach aktuellem Stand sind auf zwei von drei Seiten der Arbeit Passagen aufgetaucht, die nicht oder nur unzureichend als Zitat gekennzeichnet sind. Bei der Stichprobe, die ich mir angeschaut habe, sah das eher so aus, als ob die fraglichen Texte auch nie als Zitat erscheinen sollten, da sie teilweise umformuliert wurden. Das dürfte sich kaum als Versehen oder harmlose Schlamperei abwiegeln lassen. Aber macht euch am besten selbst ein Bild.

Fazit für alle: Internetkollaboration in Bestform, so funktioniert die moderne Wissensgesellschaft!
Fazit für Freiherrn: Wer einen Adelstitel und zehn Vornamen hat braucht eigentlich keinen weiteren Titel, oder? Falls sie in Kürze Ihren akademischen Grad vermissen sollten, würde ich Ihnen als ehemaliger Wirtschaftsminister z.B. folgendes Thema empfehlen: Ein mathematisches Modell zur Bestimmung der Fläche unter der Neuverschuldungskurve

Written by Andi in: Uni | Schlagwörter: , ,
Jan
26
2011
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Klein und trotzdem gut?

Die Elektromärkte mit den schlauen Kunden hatten die letzten Wochen eine Aktion mit Produkten zum Einkaufspreis. Angeblich. Allerdings hat mich eine Kompaktkamera von Canon angelacht, die tatsächlich 20 Euro billiger als der billigste Onlineshop war. Die Tests haben die Canon G11 durchwegs gelobt, in Brasilien will ich nicht meine Spiegelreflex rumschleppen, der Techniketat für 2011 ist gut gefüllt – ich konnte also nicht widerstehen. Auch wenn sie nicht blöd sind, mir ist nicht klar, wie sich das Geschäft für den Händler gelohnt haben soll. Kamera zum Einkaufspreis, Speicherkarte zum Einkaufspreis, billige Kameratasche, deren Gesamtpreis wohl kaum Kosten für Werbung, Filiale und Verkäuferin eingespielt haben dürfte. Anscheinend war die Hoffnung, dass viele Kunden angebotene Zusatzakkus, Zusatzversicherungen, Zusatz-Schlag-mich-tot kaufen. Ob die Rechnung aufgegangen ist?

Ist ja auch nicht mein Problem. Ich sitze jetzt hier mit einer nagelneuen Digi-Cam, die vor ihrem ersten großen Einsatz noch ordentlich getestet werden will. Vielleicht schon am Wochenende. So sieht sie übrigens aus:

Written by Andi in: Angetestet | Schlagwörter: , ,
Nov
04
2010
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Unternehmertum

Dieses Semester habe ich mich für ein Businessplan-Seminar eingeschrieben. Schließlich muss man ja vorbereitet sein, wenn einen die geniale Idee ereilt, die einen zum Internet-Milliardär macht. Als Hausaufgabe mussten wir diese Woche Kundenprobleme auf eine Plattform stellen, deren Lösung wir uns dann später widmen wollen.

Ich hatte ja schon lange eine nette Idee: Smartphones und Navigationsgeräte verknüpfen und damit eine Web 2.0-Variante der Mitfahrgelegenheit schaffen. Super hipp, super umweltfreundlich, super praktisch. Und es löst tatsächlich ein Problem, das alle Menschen ohne eigenes Auto haben.

Der einzige Haken an der Sache: die Idee ist zu gut, als dass ich sie als erster gehabt hätte. Immerhin weiß ich seit heute, dass es bereits ein Startup mit dem tollen Namen flinc gibt, das genau das macht.

Written by Andi in: Uni | Schlagwörter: , ,
Okt
28
2010
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Der 20-Euro-Tipp

DSL-Verträge sind unattraktiv. Immer. Egal wann man einen Abschließt: am nächsten Tag gibt es ein besseres Angebot. So ist es jedenfalls vor 18 Monaten gelaufen. Wenige Wochen nach Vertragsabschluss…
Im Winter läuft endlich mein Vertrag aus. Und natürlich will ich die neuen Konditionen. Die Konditionen, die man natürlich nur bekommt, wenn man Neukunde ist. Eh klar. Wahrscheinlich muss man Marketing studiert haben, um diese Art von Kundenbindung zu verstehen. Das zwingt die Kunden ja praktisch zu kündigen, was ich dann auch getan habe. Jetzt hat sich die Kunden-Rückgewinnung an mich gewandt. Was sie denn tun könne, dass ich es mir anders überlegte? “Neukundenkonditionen – nein, das können wir leider nicht machen. Aber im Weihnachtsgeschäft haben wir wieder besondere Angebote. Außerdem kann ich Ihnen 20 Euro Rabatt auf die nächste Rechnung gewähren.” Und dann hat sich wohl die Zielvereinbarung des Hotline-Mitarbeiter mit den eigentlichen Zielen des Konzerns verkeilt. Ich habe ganz klar die Empfehlung bekommen, das Geld mitzunehmen und einfach erst im Dezember zu kündigen, das würde für die Frist locker ausreichen. Wir müssten jetzt nur noch kurz zur Stornierung der Kündigung eine kurze Gesprächsaufzeichnung machen, wo ich dem zustimmen würde. Sagt der Hotline-Mitarbeiter und bittet mich noch freundlich, ihm nicht Tour zu vermasseln, indem ich bei dieser Aufzeichnung erwähnen würde, dass ich später sowieso wieder kündige werde. Ich betrachte die 20 Euro mal als Schweigegeld…

Written by Andi in: Internet | Schlagwörter: ,
Mai
30
2010
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Wlan-Kabel verlegen

Seit dem Upgrade auf Ubuntu 10.4 funktioniert die WPA-Verschlüsselung auf meinem Rechner daheim nicht mehr. Offenbar handelt es sich um einen Fehler im Kernelmodul, der nur bei wenigen Wlan-Chips auftritt. Also natürlich auch bei meinem. Da ich nur ungern ein offenes Netz betreibe, und der Fehler auch nicht mit neu installierten Treibern zu beseitigen war, habe ich heute das gemacht, was ich schon vor einem Jahr machen hätte sollen: ein Kabel verlegt.
Also Loch bohren, Kabel durchstecken, Stecker anbringen, und los geht’s. Und obwohl in der durchbohrten Wand Strom-, Telefon- und Fernsehkabel verlaufen, war es tatsächlich so einfach:

Written by Andi in: Angetestet | Schlagwörter: ,

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