Mai
30
2010
0

Wlan-Kabel verlegen

Seit dem Upgrade auf Ubuntu 10.4 funktioniert die WPA-Verschlüsselung auf meinem Rechner daheim nicht mehr. Offenbar handelt es sich um einen Fehler im Kernelmodul, der nur bei wenigen Wlan-Chips auftritt. Also natürlich auch bei meinem. Da ich nur ungern ein offenes Netz betreibe, und der Fehler auch nicht mit neu installierten Treibern zu beseitigen war, habe ich heute das gemacht, was ich schon vor einem Jahr machen hätte sollen: ein Kabel verlegt.
Also Loch bohren, Kabel durchstecken, Stecker anbringen, und los geht’s. Und obwohl in der durchbohrten Wand Strom-, Telefon- und Fernsehkabel verlaufen, war es tatsächlich so einfach:

Written by Andi in: Angetestet | Schlagwörter:,
Mai
27
2010
0

Liebesbeweise

So heißt das aktuelle Programm von Eckart von Hirschhausen. Und dieses Programm habe ich gestern im ausverkauften Circus Krone Bau mit meiner Familie gesehen. An dieser Stelle: eine ganze klare Empfehlung! Und der Versuch, mich an einige Pointen zu erinnern:

  • Je länger die Absätze desto kürzer die Hauptsätze.” – Hirschhausens Beobachtung in der Disco
  • Heute wächst die Jugend mit H&M und M&M auf. Ich bin damals mit C&A und Storck aufgewachsen. C&A, das war dieser französische Designer: ‘création asociale’…” – über die Probleme der Jugend im Wechsel der Zeiten
  • So ein Pfau mit seinem Rad ist eine totale Fehlkonstruktion. Wenn der Fuchs kommt, ist der sofort erledigt. Das Rad macht also für die Fortbewegung keinen Sinn – aber für die Fortpflanzung sehr wohl! Etwa so wie Allradantrieb in der münchner Innenstadt.” – An dieser Stelle hat der erfolgreiche Endfünfziger neben mir besonders finster geschaut.
  • Männer merken sich scheinbar nur die Proportionen: genauso groß wie mein Kopf.” – Warum Männer seit dem Stillen im Säuglingsalter überzogene Erwartungen an die weibliche Anatomie haben.

Und vieles mehr! Er singt, tanzt Statistiken, improvisiert mit dem Publikum, hat auch seine nachdenklichen, beinahe philosophischen Seiten. Der Mann ist ein Phänomen!

Written by Andi in: Angetestet | Schlagwörter:,
Mai
25
2010
0

Sieben Tage Service

Am Samstag habe ich in meinem Briefkasten eine Benachrichtigung der Post gefunden. Sie hätten da so ein Paket für mich, das sie aber nicht zustellen könnten, weshalb ich es doch binnen sieben Werktagen abholen solle. Datiert war die Karte auf den 11. Mai. Offensichtlich hatte diese ihren Weg nicht vor Christi Himmelfahrt zu mir gefunden, und seitdem war ich unterwegs gewesen. Ich muss nicht erwähnen, dass am Samstag die Filiale schon geschlossen und am Dienstag das Paket schon wieder zum Absender zurückgeschickt war. Aus Datenschutzgründen konnte man mir natürlich auch nicht sagen, von wem das Paket denn war bzw. wie ich jetzt herausfinden soll, was ich denn eigentlich verpasst habe. Dem Postangestellten fiel auch keine Lösung ein, wie ich in Zukunft dieses Dilemma vermeide, ohne auf jede längere Abwesenheit aus München zu verzichten; Packstationen halten ihre Schätze nämlich auch nur sieben Tage vor…

Deshalb, liebe Post, hier ein Geschäftsvorschlag: Bietet doch einfach eine Emailbenachrichtigung gekoppelt mit einer optionalen längeren Aufbewahrungsfrist an. Dafür würde ich auch ein paar Euro zahlen. Das wär’ es mir schon deshalb wert, weil ich jetzt vielleicht nie erfahren werde, was mir da geschickt wurde.

Written by Andi in: Allgemein | Schlagwörter:,
Apr
18
2010
0

1:1 im Krieg der Systeme

Heute Vormittag habe ich mit Alex unseren Gutschein für eine Probiertour auf dem Viktualienmarkt eingelöst. Das kann man sich so vorstellen: Strahlend blauer Himmel, ein Stadtführer, der über die Geschichte des Marktes, seine Traditionen und aktuellen Themen berichtet, unterbrochen von feinsten Delikatessen, die wir naschen durften. So z.B. eingelegte Zwiebeln, Oliven, Tomaten und Feta, bzw. Bauernbrot und oberpfälzer Wurstspezialitäten, Augustiner Bier – natürlich – und zuletzt verschiedene Käsesorten. Das ganze ist absolut zu empfehlen und wird von Weisser Stadtvogel angeboten.

Anschließend wollte ich noch “kurz” die Computerprobleme von Alex beheben und hatte wieder reichlich Gelegenheit, über Microsoft zu schimpfen. Folgendes Szenario: Windows Bootvorgang: chkdsk kann nicht ausgeführt werden, bitte starten Sie die Systemwiederherstellung Nach dem Systemstart sagt dann die Systemwiederherstellung: Systemwiederherstellung nicht möglich wegen Fehler im Dateisystem. Bitte starten Sie chkdsk. Alles klar! Wenn man dann nach einer 20-stelligen Ziffernkombination, die in der Fehlermeldung nur 3 Sekunden angezeigt wird, googelt, findet man die Lösung des Problems. (Installations-DVD booten, und dort chkdsk ausführen. Ich habe also wieder reichlich über Redmond geschimpft und behauptet, soetwas würde unter Linux nie passieren.

Drei Stunden später fingen dann die Anrufe an, bei mir aufzulaufen. Mein Mailserver würde keine Nachrichten zustellen. Um es kurz zu machen: Der Virenscanner ClamAV und Debian Lenny deaktiviert sich selbstständig, wenn er älter als ein Jahr ist. Dies war am 16. April um 00:00 Uhr der Fall. Offenbar haben die Leute vergessen, eine aktuellere Version ins Repository zu stellen. Die Updates hätte ich nämlich immer brav gemacht. Hier war die Lösung deb http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main contrib non-free in der sources.list einzufügen. Trotzdem erbärmlich, das soetwas passieren kann. Der Tag kennt einfach keine Sieger. Zumindest nicht, wenn es um Software geht.

Written by Andi in: Angetestet,Computer | Schlagwörter:, , ,
Mrz
18
2010
0

Copa Libertadores

Manchmal muss man weit fahren, um endlich das zu tun, was man daheim schon lange vorhatte. Mein erstes Rockkonzert in St. Petersburg fällt in die Kategorie. Da ist man schon ein totaler Langweiler und lebt an der Jugendkultur der eigenen Zeit völlig vorbei, nur um sie dann auf einem Uniseminar zu entdecken. So läuft das. Heute war ich – ebenfalls zum ersten Mal in meinem Leben – bei einem Fußballspiel. So richtig mit Stadium und 30.000 Leuten. Fußball ist ja brasilianische Leitkultur. Und wenn man in einem Land ist, in dem das erste gesprochene Wort eines Kleinkindes nicht “Mama” sondern der Name der väterlichen Fußballmannschaft ist, kann man sich dem Phänomen nicht entziehen.

Die Jungs von der Uni haben mich also zu einem Spiel von SPFC in der Copa Libertadores, der Championsleague von Südamerika, mitgenommen. Um es gleich zu sagen: Die Stimmung war bestens, auch weil die Gastgeber haushoher Favorit waren und 3:0 gewonnen haben. Ohne viel Ahnung von Männern, die nach Bällen treten, zu haben, attestiere ich dem brasilianischen Fußball eine Eleganz, die man aus Deutschland nicht kennt. Hier wird gedribbelt, blind nach hinten durchgepasst und auch im gegnerischen Strafraum noch eine dreizügige Kombination gespielt, ohne gleich den Ball in Richtung Tor zu dreschen.

Die Fans sind natürlich voll dabei, die ganzen 90 Minuten sitzt niemand auf seinem Platz, alles schreit, schimpft und jubelt mit. Und dank meinem besonders enthusiastischem Nebenmann (der nicht zu uns gehört hat), habe ich jetzt wahrscheinlich alle Schimpfwörter, die das moderne Portugiesisch bietet, schon mindestens ein Mal gehört…


Das Stadium von São Paulo Futebole Clube

Written by Andi in: Sao Paulo | Schlagwörter:, ,

Powered by WordPress. Theme: TheBuckmaker. PHP Scriptverzeichnis