Die Evolution von Theoremen
Heute waren Topmath-Disputationsvorträge. Das sind Prüfungen für die Studenten unseres Elitestudiengangs, die aus einem öffentlichen Vortrag und einer nicht-öffentlichen mündlichen Prüfung bestehen. Da Peter auch zu meiner Arbeitsgruppe gehört, konnte ich mir seinen Vortrag nicht entgehen lassen. Und ich muss sagen: Ich glaube, ich habe noch keinen besseren Vortrag von einem Studenten gehört!
Er startete mit einem Geburtstagsglückwunsch für Darwin, und referierte anschließend über die Evolution von Theoremen. In sophistischer Vollendung stellte er die Entwicklung von einfachen Aussagen zu immer komplexeren Ergebnissen der Tatsache gegenüber, dass durch eben diese immer komplexere Graphen zu immer einfacheren Strukturen transformiert werden konnten. Dabei hat er nicht nur mit den beeindruckenden Ergebnissen, die er schon vorweisen kann (Peter ist erst im 8. Semester), sondern vor allem auch mit der Souveränität seines Vortrags beeindruckt. Wenn ich meinen Dissertationsvortrag nur annähernd so gut hinbekomme, dann bin ich mächtig stolz drauf! Kein Wunder, dass Peter am Ende des Tages den Best Presentation Award bekommen hat.
Unser Lehrstuhl geht jeden Mittag gemeinsam zum Essen. Das ist sehr nett, weil wir da meistens nicht über Mathematik reden, sondern auch mal über ganz belanglose Dinge. Oder über Politik oder den Sinn des Lebens. Ich weiß nicht mehr wie, aber heute sind wir bei der Frage Gibt es heute noch Frauen, die “einen gut verdienenden Mann heiraten und Hausfrau werden” dem Berufsleben vorziehen?
Spieleabend in Garching. Eigentlich wollte ich das schon länger machen, aber irgendwie hat sich nie was ergeben. Heute Abend waren trotz Semesterferien sieben Leute dabei. Es war ein lustiger Abend und es ist spät geworden. Ziemlich spät. Wir haben hauptsächlich die neue Version von Hornochsen und Munchkin gespielt. Wobei Munchkin ja immer eine längere Angelegenheit ist. Aber das Lustigste kommt eben immer erst zum Schluss – das große Chaos, wenn alle über den herfallen, der als erster versucht, zu gewinnen.
So heißt der Kurs, den ich diese Woche besucht habe. Angeboten wird dieser von ProLehre, einer Initiative zur Verbesserung der Lehre (nicht nur an der TUM). In einer kleinen Gruppe haben wir uns vier Tage damit beschäftigt, was gute Lehre ausmacht, welche Techniken und Fähigkeiten wichtig sind, und wie man diese trainiert. Beeindruckt hat mich, dass unsere beiden Trainer ihre eigenen Ratschläge konsequent umgesetzt haben. So hatten wir viele aktivierende Elemente, verschiedene Lehr- und Lernmethoden und viel Interaktion mit den Lernenden (uns).