Okt
06
2009
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Die Evolution von Theoremen

Charles Darwin mag das!Heute waren Topmath-Disputationsvorträge. Das sind Prüfungen für die Studenten unseres Elitestudiengangs, die aus einem öffentlichen Vortrag und einer nicht-öffentlichen mündlichen Prüfung bestehen. Da Peter auch zu meiner Arbeitsgruppe gehört, konnte ich mir seinen Vortrag nicht entgehen lassen. Und ich muss sagen: Ich glaube, ich habe noch keinen besseren Vortrag von einem Studenten gehört!
Er startete mit einem Geburtstagsglückwunsch für Darwin, und referierte anschließend über die Evolution von Theoremen. In sophistischer Vollendung stellte er die Entwicklung von einfachen Aussagen zu immer komplexeren Ergebnissen der Tatsache gegenüber, dass durch eben diese immer komplexere Graphen zu immer einfacheren Strukturen transformiert werden konnten. Dabei hat er nicht nur mit den beeindruckenden Ergebnissen, die er schon vorweisen kann (Peter ist erst im 8. Semester), sondern vor allem auch mit der Souveränität seines Vortrags beeindruckt. Wenn ich meinen Dissertationsvortrag nur annähernd so gut hinbekomme, dann bin ich mächtig stolz drauf! Kein Wunder, dass Peter am Ende des Tages den Best Presentation Award bekommen hat.

Written by Andi in: Mathematik,Uni | Schlagwörter: ,
Jun
13
2009
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Die letzten Tage (in Berlin)

Die letzte Woche vergeht wie erwartet viel zu schnell. Das liegt vor allem daran, dass die Kursteilnehmer doch noch soetwas wie Gruppendynamik entwickeln. Am Mittwoch Abend gehen wir zusammen zum Bouldern, das heißt, wir klettern in einer Halle an Wänden (und Decken), die so niedrig sind, dass ein paar Schaumstoffmatten am Boden als Sicherung ausreichen. Anspruchsvoll und anstrengend kann das trotzdem sein. Nach zwei Stunden sind meine Hände großflächig getapet und ich bin so platt, dass ich nur noch einen halben Klimmzug schaffe. Aber fürs erste Mal war es garnicht schlecht. Wir lassen den Abend gemeinsam beim Mexikaner ausklingen, und ich komme erst um eins nach Hause. Donnerstag wird es genauso spät, weil wir bei Chiara eingeladen sind, die für uns italienische Pasta kocht. Auch sehr nett.
Pavel scheint in der letzten Kurswoche nochmals anzuziehen. Am Donnerstag besprechen wir sechs offene Übungsaufgaben in nicht mal einer Stunde. Schließlich gibt er uns noch einige offene Probleme und einen Stapel Paper für weitere Vorstöße in das Reich der Punktkonfigurationen mit auf den Weg. Ich nehme mir vor, bei Gelegenheit nochmal in das Thema einzusteigen. Interessant war’s nämlich schon.
Das Fazit aus meinem ersten Doc-Course ist durchaus positiv. Das war ja nach der eher schwachen ersten Woche nicht unbedingt zu erwarten. Ob es mir was für meine Diss gebracht hat, kann ich wohl erst in drei Jahren sagen. Aber eine gute Erfahrung war es auf alle Fälle. Und die drei Wochen Berlin habe ich auch voll ausgenutzt.

Written by Andi in: Job,Uni | Schlagwörter: , , ,
Mai
05
2009
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Erfahrungen beim Mittagessen

Mit Messer und Gabel...Unser Lehrstuhl geht jeden Mittag gemeinsam zum Essen. Das ist sehr nett, weil wir da meistens nicht über Mathematik reden, sondern auch mal über ganz belanglose Dinge. Oder über Politik oder den Sinn des Lebens. Ich weiß nicht mehr wie, aber heute sind wir bei der Frage Gibt es heute noch Frauen, die “einen gut verdienenden Mann heiraten und Hausfrau werden” dem Berufsleben vorziehen?
Ich hätte nicht überrascht sein sollen, dass unsere selbstbewussten und erfolgreichen Damen davon aber gleich gar nichts hören wollten. Dass die erfahrenen Lehrstuhlmänner an dieser Stelle schweigend die Soßenreste auf ihrem Teller zu studieren begannen, hätte auch ein Hinweis sein können, wie dünn das Eis war, auf das ich mich hier begeben hatte. Aber ich wollte es wohl nicht anders. Und weder meine Erfahrungen aus dem Zivildienst, noch die Tatsache, dass ein drittel der Frauen, mit denen ich jemals eine Beziehung geführt habe, genau das zum erklärten Ziel ausgerufen hatten, wurde als Argument anerkannt. Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf! Das Gespräch wurde dann auch auf eine sehr direkte Art beendet…
Meine lieben Damen, ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor! Weder wollte ich irgend einer Person männlichen oder weiblichen Geschlechts unterstellen, dass es seine/ihre Absicht wäre, sich durch eine Heirat ein faules Leben zu organisieren, noch bin ich der Meinung, dass dieses Verhalten wünschenswert oder der Normalfall ist. Auch meine Vorstellung einer Partnerschaft sieht ganz anders aus als das Rollenbild von Eva Herman! Und warum müsst ihr euch wegen einer kleinen Randbemerkung zwischen zwei Bissen Käsespätzle gleich so auf mich stürzen?

Written by Andi in: Job,Uni | Schlagwörter: ,
Apr
07
2009
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Spieleabend

Munchkin Spieleabend in Garching. Eigentlich wollte ich das schon länger machen, aber irgendwie hat sich nie was ergeben. Heute Abend waren trotz Semesterferien sieben Leute dabei. Es war ein lustiger Abend und es ist spät geworden. Ziemlich spät. Wir haben hauptsächlich die neue Version von Hornochsen und Munchkin gespielt. Wobei Munchkin ja immer eine längere Angelegenheit ist. Aber das Lustigste kommt eben immer erst zum Schluss – das große Chaos, wenn alle über den herfallen, der als erster versucht, zu gewinnen.
Auf hoffentlich bald mal wieder!

Und damit mich niemand verklagt, weil ich das Bild hier links verwende: Die Grafik gehört wahrscheinlich Pegasus Spiele und ist Teil der Munchkin (TM) Serie.

Written by Andi in: Uni | Schlagwörter: ,
Mrz
26
2009
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“Neue Wege in die Lehre”

lehrlogo So heißt der Kurs, den ich diese Woche besucht habe. Angeboten wird dieser von ProLehre, einer Initiative zur Verbesserung der Lehre (nicht nur an der TUM). In einer kleinen Gruppe haben wir uns vier Tage damit beschäftigt, was gute Lehre ausmacht, welche Techniken und Fähigkeiten wichtig sind, und wie man diese trainiert. Beeindruckt hat mich, dass unsere beiden Trainer ihre eigenen Ratschläge konsequent umgesetzt haben. So hatten wir viele aktivierende Elemente, verschiedene Lehr- und Lernmethoden und viel Interaktion mit den Lernenden (uns).
Neben einigen rhetorischen und didaktischen Grundlagen stand besonders die Anwendung im Mittelpunkt. So haben wir zwei Tage damit verbracht, dass jeder einen kurzen Vortrag gehalten hat, der aufgezeichnet und anschließend gründlich analysiert wurde. Und das Seminar ist noch nicht vorbei. Jeder Teilnehmer erhält noch eine individuelle Lehrberatung, bei der eine Unterrichtseinheit aufgenommen und dann nachbesprochen wird. Zum Abschluss gibt es im Juli nochmals eineinhalb Tage Seminar, auf die ich mich auch jetzt schon freue. Eine tolle Einrichtung, die nicht nur Spaß macht, sondern sicher auch den Studierenden zu gute kommt!

Written by Andi in: Uni | Schlagwörter: ,

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