Nov
04
2010
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Unternehmertum

Dieses Semester habe ich mich für ein Businessplan-Seminar eingeschrieben. Schließlich muss man ja vorbereitet sein, wenn einen die geniale Idee ereilt, die einen zum Internet-Milliardär macht. Als Hausaufgabe mussten wir diese Woche Kundenprobleme auf eine Plattform stellen, deren Lösung wir uns dann später widmen wollen.

Ich hatte ja schon lange eine nette Idee: Smartphones und Navigationsgeräte verknüpfen und damit eine Web 2.0-Variante der Mitfahrgelegenheit schaffen. Super hipp, super umweltfreundlich, super praktisch. Und es löst tatsächlich ein Problem, das alle Menschen ohne eigenes Auto haben.

Der einzige Haken an der Sache: die Idee ist zu gut, als dass ich sie als erster gehabt hätte. Immerhin weiß ich seit heute, dass es bereits ein Startup mit dem tollen Namen flinc gibt, das genau das macht.

Written by Andi in: Uni | Schlagwörter: , ,
Sep
09
2010
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Satz mit x

Ich hatte mich ja im Mai für ein Auslandssemester beworben. Nachdem die Entscheidung ewig auf sich warten lies und praktisch meinen gesamten Sommer blockiert hat, kam heute die Antwort. Oder besser gesagt: habe ich heute der Antwort hinterher telefonieren können.

Ihrem Antrag konnte leider nicht entsprochen werden.

Tja. War zwar anders geplant, aber hat auch die gute Seite, dass ich nicht innerhalb von zwei Wochen ein Visum besorgen, meine Wohnung vermieten und einen Flug buchen muss. Always look on the bride side of life…

Written by Andi in: Mathematik,Uni | Schlagwörter:
Apr
27
2010
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Yes, we do speak English

Ich bin gerade dabei mich für das nächste Auslandssemester zu bewerben, und da brauche ich einen Englischtest – na klar. Freundlicher Weise bietet die TUM einen entsprechenden Test an. Der findet im Eilverfahren statt, und unser Prüfer meint “We expect you to return with an improved english anyways.” Alles klar, und los geht’s: Leseverständnis, Hörverständnis und natürlich selbst sprechen. In den ersten beiden Teilen lernen wir von Namensgebungstraditionen der Sioux-Indianer, den verschiedenen Gattungen von Walen, seltsam-pseudowissenschaftlichem Determinismusgeschwurbel und den Gefahren von Büchern und Forschung zum Thema Gender- bzw. nationale Unterschiede. Anscheinend sind diese Texte standartisiert und kommen schon mit entsprechenden Fragebogen. Für Teil drei verteilt Charles Kärtchen mit Fragen, die wir anschließend selbst beantworten müssen. Und hier durfte er sich anscheinend selbst austoben. Eine kleine Kostprobe:

  • Imagine you have the power to prevent either an earthquake killing 20.000 people, and airplain crash killing 200 or a traffic accident killing a friend. Which would you prevent?
  • If you could choose to live the next 25 years in perfect happyness and then die immedeately, would you do so?
  • If you knew there would be a thermo-nuclear war one week from now, what would you do?
  • If you had the ability to kill people without a trace, who would you kill?

Das beweist mal wieder zwei Dinge: Im Schulunterricht wird man nicht auf die Fragen vorbereitet, die sich später im Leben stellen, und zweitens: Falls der Atomkrieg doch kommt, sollte man wenigstens eine Liste mit Leuten besitzen, die man schon lange umbringen wollte.

ps. Frage zwei würde ich gerne in 60 Jahren nochmals gestellt bekommen.

Written by Andi in: Job,Uni | Schlagwörter: ,
Jan
21
2010
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Auf zu neuen Ufern

Ich hatte ja schon gelegentlich erwähnt, dass ich mit meinem bisherigen Thema in der Promotion nicht direkt glücklich geworden bin. Nach fast einem Jahr ohne wirkliches Ergebnis ist langsam aber sicher auch die Motivation beim Teufel. Deshalb habe ich mit meinem Chef beschlossen, die planaren Subgraphen erst Mal auf Eis zu legen.
Seit heute habe ich ein neues Thema. Wahrscheinlich technischer und schwieriger, dafür gibt es hier schon mehr Vorarbeit. Konkret soll ich auf Julias Dissertation aufbauend, ein Ergebnis verallgemeinern. Der Arbeitstitel ist momentan BolKom for growing degrees. Das heißt: Julia hat die Vermutung von Bollobás und Komlós bewiesen, und dort werden spannende Subgraphen mit konstantem Maximalgrad eingebettet. Nun ist die Frage, ob das auch für Graphen mit wachsendem Maximalgrad möglich ist. Viel kann ich dazu nicht sagen. Zuerst muss ich mich in die Materie einlesen, bevor ich dann im März zu Julia nach Brasilien fliege. Dann können wir dort vielleicht schon richtig durchstarten…

Written by Andi in: Mathematik,Uni | Schlagwörter: , ,
Okt
06
2009
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Die Evolution von Theoremen

Charles Darwin mag das!Heute waren Topmath-Disputationsvorträge. Das sind Prüfungen für die Studenten unseres Elitestudiengangs, die aus einem öffentlichen Vortrag und einer nicht-öffentlichen mündlichen Prüfung bestehen. Da Peter auch zu meiner Arbeitsgruppe gehört, konnte ich mir seinen Vortrag nicht entgehen lassen. Und ich muss sagen: Ich glaube, ich habe noch keinen besseren Vortrag von einem Studenten gehört!
Er startete mit einem Geburtstagsglückwunsch für Darwin, und referierte anschließend über die Evolution von Theoremen. In sophistischer Vollendung stellte er die Entwicklung von einfachen Aussagen zu immer komplexeren Ergebnissen der Tatsache gegenüber, dass durch eben diese immer komplexere Graphen zu immer einfacheren Strukturen transformiert werden konnten. Dabei hat er nicht nur mit den beeindruckenden Ergebnissen, die er schon vorweisen kann (Peter ist erst im 8. Semester), sondern vor allem auch mit der Souveränität seines Vortrags beeindruckt. Wenn ich meinen Dissertationsvortrag nur annähernd so gut hinbekomme, dann bin ich mächtig stolz drauf! Kein Wunder, dass Peter am Ende des Tages den Best Presentation Award bekommen hat.

Written by Andi in: Mathematik,Uni | Schlagwörter: ,

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