Mrz
30
2007
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Verbockt

Heute hatte ich meinen Vortrag: “Basic Concepts of Differential Algebra“. Eigentlich nichts Aufregendes, nur ein algorithmischer Ansatz zur Integration von sogenannten elementaren Funktionen. Der Vortrag ist soweit auch ganz gut gelaufen – hätte ich mich nicht am Schluss leichtsinnig zu einem Beispiel hinreißen lassen, das ich mir vorher nicht überlegt hatte. Damit bin ich dann ziemlich in den Waldgelaufen, weil der Algorithmus nur Nonsens abgeliefert hat. Ich hab erst in der anschließend Diskussion gecheckt, dass das Beispiel schlicht und ergreifend die Voraussetzungen des zugrunde liegenden Satzes in keiner Weise erfüllt. Dumm auch!
Was haben wir gelernt?

  1. Man denkt nie an alle Fälle, die interessant sein könnten, und
  2. Man sieht die wichtigen Punkte nicht mehr, sobald sie mit riesigen Buchstaben auf eine Leinwand projiziert werden, vor der man unmittelbar steht.

An der Tafel

Written by Andi in: On Tour,St Petersburg | Schlagwörter: ,
Mrz
29
2007
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Pilot – Rockkonzert

Russisches Rockkonzert

Wer hätte das gedacht! Heute war ich auf einem russischen Rockkonzert. Die Gruppe heißt Pilot und spielt russischen Rock. Ohne unsere Gastgeber hätten wir uns nie in den Hinterhof getraut, in dem der Eingang zum Club war. Gruppen von metallbewehrten und lederbejackten Punks säumen den Durchgang, vor dem Eingang liegt die erste Alkoholleiche. Aber innen: strickte Sicherheitskontrollen und äußerst zivilisierte Konzertbesucher. Leider verstehen wir kein Wort, aber die Stimmung kommt gut rüber. Die Band hat zwei Gitarristen, einen Keyboarder, der auch Violine spielt und dabei das Instrument ziemlich malträtiert und natürlich einen Drummer. Im Repertoir sind lieder zum Pogen sowie Songs, bei denen die Feuerzeuge geschwenkt werden und eine plötzliche Pärchenbildung auftritt. Bei ersteren springt der Mensch mit der Violine wie ein Berserker über die Bühne und hämmert mit dem Bogen auf seine E-Geige ein. Nach eineinhalb Stunden ist die Show leider auch wieder vorbei und alles strömt friedlich nach Hause. Yeah!
Pilot - Plakat
Der Name heißt tatsächlich Pilot!

Written by Andi in: On Tour,St Petersburg | Schlagwörter: ,
Mrz
28
2007
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Bliny

Einige Teile des Friedhofs sind noch sehr renovierungsbedürftigNach der heutigen Kurssitzung haben wir einen Ausflug zum Alexander Nevsky Friedhof gemacht, wo auch Euler beerdigt ist. Allerdings war selbiger gerade nicht zu besichtigen, weil sein Grab wohl renoviert wird. Pünktlich zu seinem 300. Geburtstag. Weil wir alle hungrig sind, machen wir uns anschließend auf die Suche nach einem Restaurant.
Essen in St. Petersburg ist auch nicht einfach. Insbesondere nicht, wenn man Fastfood umgehen möchte. Wobei es hier eine Sorte gibt, die fast schon wieder Kultur ist. Bliny, das sind frische Pfannkuchen mit Füllungen aller Art, sind echt lecker. Es gibt eine Kette, die übersetzt Teapot heißt und nichts anderes verkauft als Pfannkuchen. Dafür gibt es eine riesen Auswahl: Hühnchen mit Rahmsoße, Schinken mit Champignons, Käse, Kavier und natürlich süße Füllungen von einfachem Sirup bis zur Beeren-Quark-Creme. Dazu gibt es wie überall in der Stadt Tee und als Vorspeise Fleischsalat mit Bohnen. Bon Apetit!

Plini im Teapot

Written by Andi in: On Tour,St Petersburg | Schlagwörter: ,
Mrz
27
2007
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Kyrillisch

Ich rede ja noch nicht mal von Russisch. Allein schon die Schrift ist ein Abenteuer. Hier die Gelegenheit zu einem kleinen Ratespiel: Was steht auf den folgenden Schildern?
(Tipp: die russische Aussprache klingt genau wie folgende englische Begriffe)
russisch1.jpg
Cafe – come in
russisch2.jpg
Orange
russisch3.jpg
Jackpot
russisch4.jpg
Coffe house

Alles klar, oder?

Written by Andi in: On Tour,St Petersburg | Schlagwörter: ,
Mrz
26
2007
1

JASS 07

Der erste Tag in St Petersburg! Nachdem wir gestern erst um 23 Uhr Ortszeit (MEZ +2) gelandet sind, war heute unser erster Tag in der ehemaligen russischen Hauptstadt. Anscheinend muss JASS dieses Jahr sparen: von 6 angekündigten Kursen finden nur 4 statt, und das Hotel ist auch bescheidener als beim letzten Mal. Aber für örtliche Verhältnisse ist es immer noch nobel. Die Kurse finden im Steklov Institut statt, das gut eine Stunde zu Fuß vom Hotel entfernt liegt. Schon am ersten Tag schaffen wir zwei Vorträge die inklusive Diskussionen jeweils ca. 3 Stunden dauern. Um sechs endet das Pflichtprogramm. Mit einigen russischen Teilnehmern machen wir einen Spaziergang durch die Innenstadt. Unterwegs erhalten wir unsere erste Führung – es ist einfach unbezahlbar, nicht nur auf Reiseführer und Karte angewiesen zu sein. Dieses Jahr war ein sehr warmer Winter, und es gibt fast keine Ausschollen mehr auf der Neva, dem Fluss durch St Petersburg. Tagsüber haben wir angenehme 12 Grad und wolkenlosen Himmel, was auf eine herrliche Zeit hoffen lässt. Soweit das Internet im Hotel mitspielt werdet ihr hier in den nächsten Tagen noch viele Bilder sehen.

Alle Teilnehmer von JASS 07
Edel, edel. Das Institut ist in einem ehemaligen Palast untergebracht.
Die Neva (fast) ohne Eis
Die Neva (fast) ohne Eis.
Kirchen bei Nacht
Bei Nacht ist St Petersburg besonders hübsch.

Written by Andi in: On Tour,St Petersburg | Schlagwörter: ,

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