Mrz
05
2011
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Was kommt als nächstes?

Lächle und sei froh, es hätte schlimmer kommen können. Ich lächelte, und es kam schlimmer.

Naja. Ich will mal nicht übertreiben. Vier Tage Regenwetter, ein kaputtes Lemma, eine leichte Gehirnerschütterung und eine verlorene Domain sind kein Weltuntergang. Aber gebraucht hätte ich es jetzt auch nicht unbedingt. Türen, deren Schließmechanismus auf 1,90 Meter angebracht ist, und erst dann ausfährt, wenn man die Tür aufgemacht hat, ein Webhoster, der seit einem Tag offline ist, und damit auch die Domain, hinter der Webserver und Emailserver liegen, und jetzt ganz neu: Sommergrippe dank Dauerregen und Klimaanlage.
Dabei habe ich extra mein Glücksschwein aus München mitgebracht. Scheinbar hat das noch Jetlag…

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo |
Mrz
05
2011
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Obst vom Markt

Jeden Samstag (und wie ich jetzt gelernt habe auch jeden Donnerstag) ist hier um die Ecke Straßenmarkt. Beste Gelegenheit, sich mit dem Obst einzudecken, von dem man in Europa nur träumen kann.


Als deutsche Rationalisierungsmaschine geht man natürlich durch ein Land, und denkt sich ständig, “das könnte man auch effizienter gestalten“. Im Supermarkt z.B. wo man 3 Minuten wartet, obwohl der Kunde vor einem bereits abkassiert ist. Müssen ja noch die Einkäufe (von der Kassiererin) schön einzeln in Tüten gesteckt werden. Oder auf der Baustelle am Campus, wo der Beton beim Fundamentbau noch mit Eimern geschleppt wird. Um die Ecke gibt es einen Parkplatzwächter, der vier Stellplätze zu 10 Reais (ca. 4 Euro) pro Abend vermietet. Beim Essen sind die Brasilianer dann wieder unschlagbar in Sachen Effizienz: Das Huhn wird sprichwörtlich von Kopf bis Fuß gegessen und vom Rind landet auch alles in der Fleischtheke: Zunge, Nieren, Pansen, Füße,…
Die Bilder unterschlage ich an dieser Stelle.

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo |
Mrz
03
2011
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Erlegt nach 24 Stunden

Waren wir schnell. Gestern Nachmittag sind wir gleich in die Mathematik eingestiegen. Ich habe Julia erzählt, was wir so die vergangenen Monate an unserem Projekt gemacht hatten. Heute sind wir in die Details eingestiegen, und in denen steckt ja bekanntlich der Teufel. Um es kurz zu machen: Der Beweis hat einen Fehler. Den Fehler, den er eigentlich schon letztes Jahr hatte. Nur ist die Formulierung inzwischen so raffiniert, dass wir das gar nicht mehr gemerkt hatten. Julia schon. Das heißt, bei der Antwort sind wir noch nicht weiter als vor einem Jahr, bei der Frage allerdings schon. Das klingt jetzt zwar paradox, gibt mir aber die Hoffnung, dass wir dieses Mal nach dem richtigen Stück suchen. Wir werden sehen…

Weniger optimistisch stimmt mich das Wetter. Anscheinend hat sich der Sommer hier pünktlich zu meiner Anreise verabschiedet. Habe seit das Flugzeug die Reisehöhe verlassen hat keinen Sonnenstrahl mehr gesehen. Und es sieht auch nicht so aus, als ob sich das demnächst ändern würde:

Written by Andi in: Mathematik,On Tour,Sao Paulo |
Mrz
02
2011
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Anreise

Madrid Barajas, Gate U57, 23:15 Uhr; warte auf das Boarding für den großen Flug. Dieses Jahr alles weniger aufregend. In München extra drei Stunden vor Abflug in die Ubahn gestiegen; vergessen, Ticket zu kaufen, aber bis Marienplatz nicht kontrolliert worden und dort nachgelöst. Security findet meinen Rubik’s Cube und die Wiener Würste im Handgepäck; Kontrolliert, ob Würfel gelöst und Würste keine Flasche (sic!).
Eine Stunde vor Boarding am Gate; Flugzeug hat 30 Minuten Verspätung; Murphy’s law bestätigt. Ruhiger Flug, allerdings scheint Hintermann durch das Klackern des Würfels genervt. Bevor er sich spontan dem Islamismus verschreibt und mich (und den Würfel) mit einem ‘Allahu akbar‘ aus dem Notausgang stürzen kann: Landung in Madrid.
Beim Aussteigen SZ-Magazin gefunden; Freude währt nur kurz; Datum: 18. Juni 2010. Fahre mit Halflife-Zug zu Terminal U; fühle mich wie Gordon Freeman und bin darauf gefasst, dass alle Menschen in der Umgebung zu Zombies mutieren; leider kein rotes Brecheisen im Handgepäck.

Guarulhos International, 8:45 Uhr; den Umständen entsprechend gut geschlafen, Landung, Einreise, Gepäck, Zoll; alle Würste erfolgreich geschmuggelt. Am Geldautomaten eine Landsmännin (Landsfrau?) getroffen, die mir 25 Euro in 50 Reais tauscht, damit Busticket gekauft. Werde gerade an der Bushaltestelle von einer Dänin angesprochen.

Bus Richtung Innenstadt, 9:30 Uhr; die Dänin hat einen Bachelor in English, Film and Media; blamiere mich, indem ich darauf 30 Sekunden in Schweigen verfalle; passiert sonst immer den Leuten, die hören, dass ich Mathematik mache. Später will sie in London einen Master machen, jetzt Urlaub in Brasilien. Schöne Reise!

Dona Vitorias Wohnung, 12:00 Uhr; große Wiedersehensfreude mit Dona Vitoria!

Bushaltestelle Rua Cardeal, 13:00 Uhr; große Wiedersehensfreude mit Julia!

USP, Cafeteria, 13:30 Uhr; große Wiedersehensfreude mit Buffet!

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo |
Mrz
01
2011
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Heute hier, morgen dort

48.164435,11.582903,2011-03-01,15:00 UTC

Der Koffer ist gepackt, in einer halben Stunde laufe ich los. Wenn alles wie geplant läuft, kommt der nächste Eintrag von hier:

-23.558723,-46.732097,2011-03-02,18:00 UTC

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo |

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