Madrid Barajas, Gate U57, 23:15 Uhr; warte auf das Boarding für den großen Flug. Dieses Jahr alles weniger aufregend. In München extra drei Stunden vor Abflug in die Ubahn gestiegen; vergessen, Ticket zu kaufen, aber bis Marienplatz nicht kontrolliert worden und dort nachgelöst. Security findet meinen Rubik’s Cube und die Wiener Würste im Handgepäck; Kontrolliert, ob Würfel gelöst und Würste keine Flasche (sic!).
Eine Stunde vor Boarding am Gate; Flugzeug hat 30 Minuten Verspätung; Murphy’s law bestätigt. Ruhiger Flug, allerdings scheint Hintermann durch das Klackern des Würfels genervt. Bevor er sich spontan dem Islamismus verschreibt und mich (und den Würfel) mit einem ‘Allahu akbar‘ aus dem Notausgang stürzen kann: Landung in Madrid.
Beim Aussteigen SZ-Magazin gefunden; Freude währt nur kurz; Datum: 18. Juni 2010. Fahre mit Halflife-Zug zu Terminal U; fühle mich wie Gordon Freeman und bin darauf gefasst, dass alle Menschen in der Umgebung zu Zombies mutieren; leider kein rotes Brecheisen im Handgepäck.
Guarulhos International, 8:45 Uhr; den Umständen entsprechend gut geschlafen, Landung, Einreise, Gepäck, Zoll; alle Würste erfolgreich geschmuggelt. Am Geldautomaten eine Landsmännin (Landsfrau?) getroffen, die mir 25 Euro in 50 Reais tauscht, damit Busticket gekauft. Werde gerade an der Bushaltestelle von einer Dänin angesprochen.
Bus Richtung Innenstadt, 9:30 Uhr; die Dänin hat einen Bachelor in English, Film and Media; blamiere mich, indem ich darauf 30 Sekunden in Schweigen verfalle; passiert sonst immer den Leuten, die hören, dass ich Mathematik mache. Später will sie in London einen Master machen, jetzt Urlaub in Brasilien. Schöne Reise!
Dona Vitorias Wohnung, 12:00 Uhr; große Wiedersehensfreude mit Dona Vitoria!
Bushaltestelle Rua Cardeal, 13:00 Uhr; große Wiedersehensfreude mit Julia!
USP, Cafeteria, 13:30 Uhr; große Wiedersehensfreude mit Buffet!