Aug
30
2011
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EuroComb 2011

Gerade habe ich meinen Vortrag (Induced C5-free graphs of fixed density: counting and homogeneous sets) gehalten. Ich glaube, es ist ganz ordentlich gelaufen und auch die Zeit habe ich auf die Minute genau getroffen. Dabei hatte ich mit 30 Minuten Vortragszeit gerechnet, dann aber herausgefunden, dass es hier nur 20 Minuten gibt. Aber ich kann zur Not auch eineinhalb mal so schnell reden. Sogar auf Englisch.

Zum Vergleich: Der Herr auf dem Foto unten ist Nets Hawk Katz, der den Eröffnungsvortrag der Konferenz halten durfte. Er hat nämlich im vergangenen Jahr das berühmte distinct distances problem von Erdös bewiesen. Was man auf dem Bild nicht sieht: Katz hat seine Promotion mit 20 Jahren abgeschlossen…

Written by Andi in: Mathematik,On Tour | Schlagwörter: , ,
Aug
28
2011
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Budapest

Meine (hoffentlich) letzte Dienstreise für dieses Jahr bringt mich nach Ungarn. In der kommenden Woche findet hier in Budapest die EuroComb 2011 statt. Ich bin mal wieder etwas früher angereist, um auch etwas von der Stadt zu sehen. Und zu sehen gibt es tatsächlich einiges, später vielleicht auch in Form von Bildern hier auf dem Blog. Einstweilen sei gesagt, dass Budapest durchaus südländisches Flair hat, auch wenn es gar nicht viel weiter südlich liegt als z.B. München. Nach einem sonnigen Tag auf Kopfsteinpflaster verbringe ich den Nachmittag gemütlich in einem Park und schaue den Ungarn beim Schachspielen zu, was sie übrigens sehr famos können.

Written by Andi in: On Tour |
Aug
13
2011
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Der Moldau zweiter Teil

Vierter Teil: Zlatá Koruna bis České Budějovice (Budweis)

In der Nacht hat es geregnet und auch zum Frühstück flüchten wir unter das Dach des Campingkiosks. Da der Vormittag noch wenig Besserung verspricht, holen wir die Besichtigung des Klosters nach; ein sehr lohnender Ausflug, wie sich bei der zweistündigen Führung beweist. Als wir schließlich gegen Mittag aufbrechen, sind die letzten Tropfen gefallen, und unsere restliche Tour verläuft trocken. Der folgende Flussabschnitt landschaftlich mit der schönste. Auf zehn Kilometern trifft man hier keine Spur von Zivilisation, die Moldau ist wild und strömt zügig durch dichte Wälder dahin. In Boršov ist der Zauber vorbei; ab hier verläuft der Fluss meist durch Felder, die Ufer flankiert von hohen Pappelalleen. Schon fast in Budweis treffen wir auf ein unbefahrbares Wehr, an dem wir die Kanus auf unsere Wägen verladen um zu Fuß eine Herberge zu suchen. Wegen eines Rockfestivals am Stadtplatz gestaltet sich dies unerwartet schwierig. Letztendlich landen wir in zwei kleinen Bungalows auf einem Campingplatz – wiedereinmal. Budweis wäre sicher sehenswert; leider ist es schon dunkel bis wir in die Stadt kommen. Zudem ist der historische Stadtplatz durch feiernde Festivalbesucher blockiert.

Fünfter Teil: České Budějovice bis Hluboká

Unsere letzte Etappe fahren wir alleine. Max und Theresia nehmen den Zug zurück nach Vyšší Brod, um das Auto zu holen. Wir paddeln etwa zwölf Kilometer, was in diesem Fall richtig Arbeit ist: Ab Budweis ist die Moldau Schiffbar und durchgehend durch Staudämme reguliert. Es gibt also keine nennenswerte Strömung, weshalb wir am einzigen heißen Tag unserer Reise selbst kräftig anpacken müssen. Unser Ziel, das Schloss in Hluboká, ist die Anstrengung auf jeden Fall wert. Hluboká lässt sich am ehesten mit Neuschwanstein vergleichen. Ebenfalls auf einem Felsen und im neugotischen Stil errichtet ist dieses Märchenschloss schon von weitem zu sehen. Anders als König Ludwig II hatten die Fürsten von Schwarzenberg, die Besitzer von Hluboká, reichlicht Geld. Deshalb ist dieses Schloss vollständig ausgestattet und eine Besichtigung lohnt in jedem Fall. Deshalb muss man sich dieses Kulturgut auch mit Hunderten anderer Touristen teilen.

Dank unseres Fahrservices treten wir direkt vom Schlossparkplatz die Heimreise an. Fünf intensive Tage, in denen wir viel gesehen und erlebt haben, gehen zu Ende. Obwohl wir (wegen des Wetters) und auch unsere Boote (wegen der Steine im Fluss) einiges durchgemacht haben, wollen wir die Tour an dieser Stelle aufs wärmste empfehlen. So viel Kultur, Natur und Gastfreundschaft in unserer unmittelbaren Nachbarschaft sind ein echter Geheimtipp. Natürlich wäre das ganze nur halb so schön gewesen, wenn wir nicht unsere Tourgefährten Theresia und Max dabei gehabt hätten.

Written by Andi in: Fotos,On Tour | Schlagwörter: ,
Aug
12
2011
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Vlatava ahoi!

Oder: Fünf Tage mit Höhen und Tiefen auf der Moldau – Teil 1

Unser Sommerurlaub führt uns dieses Jahr ins schöne Böhmen, genauer an die Moldau zwischen Vyšší Brod und Budweis. Mit Max und Theresia wollen wir fünf Tage den Fluss hinabfahren und unterwegs die Kulturschätze am Ufer besichtigen.

Erste Etappe: Vyšší Brod bis (48.750636,14.323542)

Fest entschlossen und mit viel Ausrüstung steigen wir bei Flusskilometer 248 in unsere Kanus. Leider ist es nicht besonders warm, aber noch sind wir trocken. Das ändert sich recht zügig, weil es bald anfängt, leicht zu regnen, und wir schon beim zweiten Wehr fast kentern und unser Boot gut mit Wasser füllen. Nach einer erzwungenen Pause zum Schöpfen paddeln wir reichlich nass weiter bis Rosenberg. Hier gäbe es eine beachtliche Burg, die wir allerdings nicht besichtigen. Stattdessen fahren wir nach der Kanurutsche am Wehr gegen das Ufer, wobei das Kanu Leck schlägt (siehe auch Bild 3). Damit sind wir nach drei Stunden fahrt schon am Tiefpunkt der gesamten Tour angekommen: alles nass, wir kalt und das Boot kaputt. Ich bin so frustriert, dass ich mich nicht mal mehr aufregen will. Aber: ab jetzt wird es nur noch besser. Endlich auf dem Campingplatz gehe ich trotzdem bald ins Bett, damit der Tag einfach vorbei ist. Zu diesem Zeitpunkt bin ich mir auch nicht sicher, ob ein Tag im Moldauwasser meine Erkältung nicht endgültig zu einer Sommergrippe aufgerüstet haben.

Zweite Etappe: (48.750636,14.323542) bis Krummau (Český Krumlov)

Unseren zweiten Tag beginnen wir mit einem sonnigen Frühstück auf dem Campingplatz. Schon sieht die Welt besser aus. Gemütlich paddeln wir eine kurze Etappe zum ersten kulturellen Höhepunkt unserer Tour. Krummau mit seiner gewaltigen Burganlage und der historischen Altstadt ist nicht zufällig UNESCO Welterbe. So ist ein Nachmittag eigentlich zu kurz, um die Schönheit der Stadt entsprechend zu würdigen – besonders, wenn sich die Herbergssuche ob der großen Touristenströme, die es hier leider gibt, schwierig gestaltet. Schließlich finden wir im Hostel Postel eine Unterkunft, in der wir den kleinen Innenhof mit unseren Kanus vollparken dürfen.

Dritte Etappe: Krummau bis Zlatá Koruna

Obwohl die Moldau zunehmend zahmer wird, beginnt diese Fahrt mit einer Havarie. Kurz nach Krummau schlägt das Faltboot von Max und Theresia leck und muss eine Stunde geflickt werden. Damit ist auch das zweite Boot dem Fluss zum Opfer gefallen, und wir erkennen, dass es sich vielleicht lohnte, das nächste Mal auf Leihkanus zu setzen. Da zuckt man nicht gleich bei jedem Stein, den man unausweichlich streift.
Nach dem Mittagessen gehen wir mit neuem Optimismus zu Werke und fahren bei zunehmendem Sonnenschein bis Zlatá Koruna, wo ein großer Campingplatz auf die Wassersportler wartet. Sehenswert ist in diesem Ort das Zisterzienserkloster aus dem 13. Jahrhundert. Allerdings muss die Besichtigung bis zum darauf folgenden Tag warten, da die letzte Führung bereits um 16.00 Uhr stattfindet. Wir bauen einstweilen gemütlich unsere Zelte auf und decken uns mit Grillgut für den Abend ein. Hier kommen zum ersten Mal die Holzkohle, die die Havarie auf wundersame Weise überstanden hat, sowie mein kompakter Outdoor-Grill zum Einsatz. Der Verleih letzterens bringt uns in den Genuss einer tschechischen Spezialität, die wir als Dankeschön überreicht bekommen. Sehr lecker!

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: ,
Jul
31
2011
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IMC in Blagoevgrad

Ich schreibe gerade aus Bulgarien. Soeben haben wir die zweite Runde der International Mathematics Competition korrigiert. Das ist ein Wettbewerb für Mathematikstudenten, an dem die TU dieses Jahr zum ersten Mal teilgenommen hat. Da ich das Vorbereitungsseminar betreut habe, bin ich zu der Ehre gekommen, unsere jungen Talente hierher zu begleiten. Als Teamleader bin ich Mitglied der Jury, die am ersten Tag die Aufgabensätze für die Klausuren ausgewählt hat, und die Lösungen in den letzten beiden Tagen auch korrigieren durften. Vormittags schwitzen die Studenten über jeweils fünf Aufgaben, von Nachmittag bis Mitternacht wir Korrektoren. Die Ergebnisse stehen noch gar nicht fest, aber mein Team scheint etwas geknickt. Es war halt das erste Mal, dass sie auf einen solchen Wettbewerb gefahren sind. Da ist eine von jeweils fünf Aufgaben auch schon eine Leistung. (Ich hätte durchschnittlich auch nur 1.5 geschafft.) Aber vielleicht werden wir ja noch positiv überrascht: morgen gibt’s die inoffiziellen Ergebnisse.

Außerdem gibt es morgen eine Exkursion, in der wir hoffentlich etwas vom Land sehen. Bisher habe ich hauptsächlich die Uni von innen gesehen. Auch kein Spaß, wenn draußen der Sommer lockt, den es in Deutschland dieses Jahr nicht gibt.

Written by Andi in: Mathematik,On Tour |

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