Sep
09
2010
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Satz mit x

Ich hatte mich ja im Mai für ein Auslandssemester beworben. Nachdem die Entscheidung ewig auf sich warten lies und praktisch meinen gesamten Sommer blockiert hat, kam heute die Antwort. Oder besser gesagt: habe ich heute der Antwort hinterher telefonieren können.

Ihrem Antrag konnte leider nicht entsprochen werden.

Tja. War zwar anders geplant, aber hat auch die gute Seite, dass ich nicht innerhalb von zwei Wochen ein Visum besorgen, meine Wohnung vermieten und einen Flug buchen muss. Always look on the bride side of life…

Written by Andi in: Mathematik,Uni | Schlagwörter:
Aug
27
2010
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Ohne größere Verluste

Heute ging der Workshop auf Frauenchiemsee zu Ende. Die extremalen Graphentheoretiker haben sich wieder in alle Welt zerstreut, und welche Ergebnisse diese Konferenz ermöglicht hat, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Insgesamt glaube ich, dass alle recht zufrieden mit dem Verlauf waren; alles wichtige ist ja auch gut gelaufen. Und ich habe auch mindestens ein interessantes Problem mit nach Hause gebracht, über das ich noch ein paar Tage nachdenken werde; auch wenn es vermutlich aus der Kategorie ‘schön aber unlösbar‘ ist. Aber man weiß ja nie.

Über das Kloster und die Benediktinerinnen gibt es natürlich auch noch etwas zu berichten. Einen Abend haben wir in einer kleinen Gruppe am Stundengebet teilgenommen – und prompt zwei Lesungstexte erwischt, die man eigentlich nicht unkommentiert stehen lassen konnte. Manchmal ist es eben nicht leicht, den Katholizismus zu verteidigen. Zum Beispiel dann, wenn du mit einer jungen, selbstbewussten Professorin folgenden Text verkündet bekommst:

“Denn die Frau soll nicht lehren, sie soll nicht über den Mann herrschen, [..] sie kann nur geheiligt werden, indem sie Kinder gebärt”
(frühchristlicher Text nach Timotheus 1 2,12-15)

So steht es jedenfalls im Brevier der Benediktinerinnen. Meine Begleiterin kommentiert das folgendermaßen: “Manchmal gehe ich einfach in die Kirche, damit ich wieder weiß, warum ich nicht mehr in die Kirche gehe.” Was soll ich da noch sagen?

Insgesamt hatte ich also eine sehr interessante und unterhaltsame aber auch herausfordernde Woche. Das einzige, was es nicht gebraucht hätte, war, dass ich meine Sonnenbrille am Donnerstag beim Schwimmen im Chiemsee versenkt habe. An jenem Steg so ziemlich genau da, wo das Boot geparkt ist. Genau da, wo das Wasser gut vier Meter tief und der Seegrund voller Pflanzen ist. Da haben auch eine Stunde Tauchgänge nichts mehr gerettet. Und mit dem Untergang der Sonnenbrille kamen Erinnerungen an zehn Jahre voller gemeinsamer Radtouren, Klettersteige, Sandstrände und Südsonne wieder an die Oberfläche. Was hatten wir gemeinsam erlebt! Jetzt lugen die Fische durch ihr prächtiges Violett und meine drei Dioptrien. Wer weiß schon, wie viele Chiemsee-Saiblinge kurzsichtig sind?

Written by Andi in: Job,Mathematik |
Aug
25
2010
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Postcards from Paraguay


Or from Frauenchiemsee. Dort sind wir seit Mittwoch auf unserem Workshop über Extremal and Probabilistic Combinatorics. Das heißt: extrem viele Graphentheoretiker auf einem Haufen, und thematisch vielleicht die beste Konferenz, die für meine Promotion möglich ist. Ich habe jetzt nicht gerade fachlich einen Durchbruch erlebt, aber viele Namen, die man oft auf Veröffentlichungen sieht, haben plötzlich ein Gesicht bekommen.

Der Zeitplan des Workshops lässt auch viele Gelegenheiten, die Menschen kennen zu lernen. An den Depressionsfaktor – klar, sie spricht Koreanisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Tschechisch und ist mit Anfang 30 Professorin – habe ich mich inzwischen schon ganz gut gewöhnt, weshalb ich das ganze auch immer mehr genießen kann. Außerdem haben wir schickes Freizeitprogramm: täglich im Chiemsee schwimmen, über das Leben in aller Herren Länder reden und am Seeufer sitzen, während Olly Gitarre spielt und singt. ‘Postcards from Paraguay‘ von Mark Knopfler zum Beispiel.

Written by Andi in: Job,Mathematik | Schlagwörter:, ,
Aug
10
2010
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Zurück zur Diss

Heute habe ich das Programmierprojekt, an dem ich die letzten drei Wochen gesessen bin, abgeschlossen. Jetzt besitzt die Fakultät ein kleines Plugin, das Aufgabenblätter im Latex-Quelltext entgegennimmt und daraus sowohl PDF-Dokumente wie auch Webformulare erzeugt. Die Eingaben der Studenten könnten dann sofort statistisch erfasst werden. Den ersten Praxistest hat das Programm auch schon bestanden – nur den Quellcode sollte besser niemand sehen!

Da hiermit meine ToDo-Liste aus dem Semester praktisch abgearbeitet ist, kann ich morgen – man glaubt es kaum – wieder mal an meiner Promotion arbeiten. Der erste Schritt dürfte wohl sein, mich daran zu erinnern, was wir damals im März gemacht haben. Ole!

Written by Andi in: Job,Mathematik | Schlagwörter:,
Jul
03
2010
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Museumsdiebstähle und farbenfrohe Beweise

Heute war der TdMfSS, also der Tag der Mathematik für Schülerinnen und Schüler unserer Fakultät. Zu dieser Gelegenheit kommen gut 500 Kinder aus den 5. – 10. Klassen freiwillig (!!) am Samstag an die Uni. Dort gibt es dann einen mathematischen Wettbewerb, Workshops und Vorträge. Nachdem ich in Dänemark so begeistert war von den Art Galleries, habe ich mich zu zwei Vorträgen überreden lassen.

Das Kunstgalerieproblem – Oder wie einfach man 100 Millionen bewacht hat dann auch etliche Schüler angelockt. In 40 Minuten haben wir dann über Polygone und Triangulierungen, über Schubfächer und Äpfel geredet. Das ist ja das schöne an diesem Thema: absolut elementare Methoden und trotzdem ein überraschendes Resultat. Wer wissen will, was obige Grafik mit der Bewachung von Museen zu tun hat, kann sich ja gerne mein Handout ansehen.

Written by Andi in: Mathematik | Schlagwörter:, ,

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