Apr
30
2010
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Die Welt ist lila

Seit gestern gibt es das neue Ubuntu 10.4 mit dem Codenamen Lucid Lynx – listiger Luchs. Nein, ich habe nicht auf diesen Tag gewartet, wie ein kleines Kind auf Heilig Abend. Aber die Aktualisierung einiger wichtiger Programme mit diesem Versionsschritt war überfällig. So gibt es jetzt endlich Firefox 3.6, Thunderbird 3.0 und Open Office 3.2 um nur einige Neuerungen zu nennen. Natürlich hat sich auch das Aussehen verändert. Die Icons wurden modernisiert, der Standardhintergrund ist jetzt lila und die Fensterschaltflächen befinden sich links wie bei Apple?! Letzteres kann übrigens mittels gconf-editor unter apps -> metacity -> general -> button_layout rückgängig gemacht werden. Hier ändert man einfach den Wert von close,maximize,minimize: auf menu:minimize,maximize,close. (weiterlesen…)

Written by Andi in: Computer | Schlagwörter:,
Apr
27
2010
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Yes, we do speak English

Ich bin gerade dabei mich für das nächste Auslandssemester zu bewerben, und da brauche ich einen Englischtest – na klar. Freundlicher Weise bietet die TUM einen entsprechenden Test an. Der findet im Eilverfahren statt, und unser Prüfer meint “We expect you to return with an improved english anyways.” Alles klar, und los geht’s: Leseverständnis, Hörverständnis und natürlich selbst sprechen. In den ersten beiden Teilen lernen wir von Namensgebungstraditionen der Sioux-Indianer, den verschiedenen Gattungen von Walen, seltsam-pseudowissenschaftlichem Determinismusgeschwurbel und den Gefahren von Büchern und Forschung zum Thema Gender- bzw. nationale Unterschiede. Anscheinend sind diese Texte standartisiert und kommen schon mit entsprechenden Fragebogen. Für Teil drei verteilt Charles Kärtchen mit Fragen, die wir anschließend selbst beantworten müssen. Und hier durfte er sich anscheinend selbst austoben. Eine kleine Kostprobe:

  • Imagine you have the power to prevent either an earthquake killing 20.000 people, and airplain crash killing 200 or a traffic accident killing a friend. Which would you prevent?
  • If you could choose to live the next 25 years in perfect happyness and then die immedeately, would you do so?
  • If you knew there would be a thermo-nuclear war one week from now, what would you do?
  • If you had the ability to kill people without a trace, who would you kill?

Das beweist mal wieder zwei Dinge: Im Schulunterricht wird man nicht auf die Fragen vorbereitet, die sich später im Leben stellen, und zweitens: Falls der Atomkrieg doch kommt, sollte man wenigstens eine Liste mit Leuten besitzen, die man schon lange umbringen wollte.

ps. Frage zwei würde ich gerne in 60 Jahren nochmals gestellt bekommen.

Written by Andi in: Job,Uni | Schlagwörter:,
Apr
18
2010
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1:1 im Krieg der Systeme

Heute Vormittag habe ich mit Alex unseren Gutschein für eine Probiertour auf dem Viktualienmarkt eingelöst. Das kann man sich so vorstellen: Strahlend blauer Himmel, ein Stadtführer, der über die Geschichte des Marktes, seine Traditionen und aktuellen Themen berichtet, unterbrochen von feinsten Delikatessen, die wir naschen durften. So z.B. eingelegte Zwiebeln, Oliven, Tomaten und Feta, bzw. Bauernbrot und oberpfälzer Wurstspezialitäten, Augustiner Bier – natürlich – und zuletzt verschiedene Käsesorten. Das ganze ist absolut zu empfehlen und wird von Weisser Stadtvogel angeboten.

Anschließend wollte ich noch “kurz” die Computerprobleme von Alex beheben und hatte wieder reichlich Gelegenheit, über Microsoft zu schimpfen. Folgendes Szenario: Windows Bootvorgang: chkdsk kann nicht ausgeführt werden, bitte starten Sie die Systemwiederherstellung Nach dem Systemstart sagt dann die Systemwiederherstellung: Systemwiederherstellung nicht möglich wegen Fehler im Dateisystem. Bitte starten Sie chkdsk. Alles klar! Wenn man dann nach einer 20-stelligen Ziffernkombination, die in der Fehlermeldung nur 3 Sekunden angezeigt wird, googelt, findet man die Lösung des Problems. (Installations-DVD booten, und dort chkdsk ausführen. Ich habe also wieder reichlich über Redmond geschimpft und behauptet, soetwas würde unter Linux nie passieren.

Drei Stunden später fingen dann die Anrufe an, bei mir aufzulaufen. Mein Mailserver würde keine Nachrichten zustellen. Um es kurz zu machen: Der Virenscanner ClamAV und Debian Lenny deaktiviert sich selbstständig, wenn er älter als ein Jahr ist. Dies war am 16. April um 00:00 Uhr der Fall. Offenbar haben die Leute vergessen, eine aktuellere Version ins Repository zu stellen. Die Updates hätte ich nämlich immer brav gemacht. Hier war die Lösung deb http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main contrib non-free in der sources.list einzufügen. Trotzdem erbärmlich, das soetwas passieren kann. Der Tag kennt einfach keine Sieger. Zumindest nicht, wenn es um Software geht.

Written by Andi in: Angetestet,Computer | Schlagwörter:, , ,
Apr
14
2010
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For your eyes only

Emails sind wie Postkarten, nur schlimmer. Sagt das Orakel und hat damit irgendwie Recht. Tatsächlich kann jeder, der unsere elektronische Post in die Finger bekommt, diese nach Belieben lesen, speichern, ändern. Dementsprechend sollte man in Emails wohl nur Nachrichten verschicken, die man so auch auf einem Zettel an der Bushaltestelle aushängen würde.

Wie so oft in der schönen neuen Technikwelt gibt es hier eine Lösung. Emails lassen sich spielend einfach mit kostenloser Software verschlüsseln und signieren – man muss sich nur darum kümmern. Deshalb habe ich mir jetzt einen Schlüssel angelegt und kann von nun an Emails sicher verschlüsselt empfangen und unterschrieben versenden. Ich hatte heute leider keine Zeit, einen kleinen Text zu schreiben, wie das geht. Deshalb gibt es hier nur einen Verweis auf technische Details: Pretty Good Privacy und später vielleicht mehr… (Nur so viel: Für Thunderbird ist enigmail eine gute Lösung.)

Meinen Schlüssel (für die Emailadresse wuerfl@ma.tum.de) findet ihr übrigens auf jedem Keyserver (z.B. gpg-keyserver.de, dort nach dem jeweiligen Namen suchen), oder direkt als Textdatei. Der Fingerabdruck dieses Schlüssel ist

1254 20F4 2134 9F31 A804 592A D543 1E60 37F6 1693

Written by Andi in: Computer,Internet | Schlagwörter:,
Apr
03
2010
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Brasilianisches Fazit

In diesem Augenblick ist es 30 Tage her, dass ich in Madrid am Terminal den ersten Eintrag über mein Brasilienabenteuer verfasst habe. Jetzt sitze ich wieder am Flughafen, aber leider noch nicht in Madrid sondern noch in Sao Paulo. In zwei Stunden startet mein Flug, und ich verlasse den Kontinent in Richtung Heimat. Und so wie ich mich vor einem Monat auf Brasilien gefreut habe, freue ich mich jetzt auf Bayern.

Gelohnt hat sich die Reise wahrlich. Ich denke, dass ich in meiner Promotion ein gutes Stück weitergekommen bin, ich hatte eine sehr interessante und fröhlich Zeit, habe zum ersten Mal in einer wirklichen Metropole gelebt, im Paradies Urlaub gemacht und einigen interessanten Menschen getroffen. Nur der unbekannten Brasilianischen Schönheit bin ich nicht begegnet, und dementsprechend habe ich auch nicht spontan beschlossen, für immer hier zu bleiben. Meine Mutter wird nicht traurig sein.

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter:,

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