Mrz
27
2010
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Ab an den Strand

Heute fahren wir für fünf Tage nach Ubatuba an den Strand. Bin also vorübergehend nicht erreichbar. Außer vielleicht per Flaschenpost.

Postscriptum: Wir sind wieder da. Und – es war unbeschreiblich!


(Jetzt auch mit Lightbox Plugin – einfach auf die Bilder klicken…)

Written by Andi in: Fotos,On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter: ,
Mrz
27
2010
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Privatsphäre 2.0

Schön langsam kann ich verstehen, warum sich die Datenschutzbefürworter wie die Rufer in der Wüste fühlen. Google-Home-View irgendjemand?

Written by Andi in: Allgemein | Schlagwörter: ,
Mrz
26
2010
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Ordnung und Fortschritt

Die brasilianischen Gründerväter haben sicher nicht an den Straßenverkehr gedacht, als sie Ordem et Progresso – Ordnung und Fortschritt – zum Wahlspruch erhoben. In der Rush-Hour von Sao Paulo ist nämlich von beidem nicht viel zu sehen. Und die Rush-Hour erstreckt sich gefühlt von 7:00 Uhr – 21:00 Uhr jeden Tages. Das ist auch kein Wunder bei der explosionsartigen Entwicklung der Einwohnerzahlen, die wohl nur noch von der Entwicklung der angemeldeten Kraftfahrzeuge übertroffen wird. Mobiler ist Sao Paulo dadurch nicht geworden, haben sich doch die Straßen im selben Maße zu immer mehr zu überdimensionierten Standstreifen entwickelt. Um das Verkehrsaufkommen wenigstens etwas in Griff zu bekommen, gibt es jetzt in der Innenstadt ein Fahrverbot für die Kernzeiten morgens 7-10 Uhr und Abends 17-20 Uhr. Abhängig von der ersten Ziffer des Nummernschildes muss jeder sein Auto an einem Arbeitstag der Woche in dieser Zeit stehen lassen. Bei Nichtbeachtung werden empfindliche Bußgelder verhängt. Und voila: 20 Prozent weniger Verkehrsaufkommen ohne einen einzigen Real Kosten. Eine Maßnahme, die einfach, effektiv und in Deutschland völlig unvorstellbar ist!

Ganz unabhängig davon ist das auch ein wunderbares Konjunkturpaket für die Autoindustrie: Wer es sich leisten kann, hat hier einfach zwei Fahrzeuge mit verschiedenen Nummernschildern…

Und schon rollt der Verkehr wieder

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter:
Mrz
24
2010
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Oh diese Griechen!

So schön das Leben hier ist, umsonst ist es natürlich nicht. Also habe ich mich gestern auf die Suche nach einer Bank begeben, um meine Reais-Vorräte aufzustocken. Die Geldautomaten hier sind schon die erste Anekdote. Andererseits ist es auch nicht überraschend, dass ein Volk, das so herzlich im Umgang miteinander ist, auch bei einer Maschine gewisse Persönlichkeitszüge erwartet. Hier ein kleiner Vergleich:

Deutscher Geldautomat Brasilianischer Geldautomat
  • Bitte Karte einführen
  • Bitte Sprache wählen
  • Kontostand/Auszahlung/Überweisung?
  • Bitte PIN eingeben
  • Betrag:
    10/20/50/100/anderer Betrag?
  • Bitte Karte entnehmen.
    Auf Wiedersehn

Gesamtzeit: 0:55 min

  • Hello
  • Please select a language.
  • Fine, I will talk english to you.
  • Please enter your card.
  • Please remove your card.
  • Your card is a debit-card. Please enter the card.
  • What do you want to do?
  • Withdraw money from savings/checking account?
  • Attention! I will charge you a fee of 10 Reais for this transaction. Your institution might charge additional fees.
    Do you want to continue and pay the fee?
  • Which amount to you want to withdraw?
    50/100/200/500/1000
  • Do you want a receit?
  • Please remove your card.
  • peeeeeeeeep
  • Thank you for visiting us. Have a good day!

Gesamtzeit: 3:15 min

Wir Deutschen sind einfach eine traurige Ansammlung humorloser Ingenieure. Oder hat Siemens-Nixdorf jemals Geldautomaten mit einem lyrischen Ich gebaut? Dann habe ich den noch nicht gefunden.

Am Abend habe ich kontrolliert, ob sich meine freundliche Maschine vielleicht mehr als die versprochenen 10 Reais gegönnt hat. Hat sie selbstverständlich nicht – Automatenehre! Dafür habe ich den Tag mit dem denkbar schlechtesten Umrechnungskurs erwischt. Der Kurs steht gerade bei einem 52-Wochen-Tief. Aus brasilianischer Sicht befindet sich der Euro praktisch im freien Fall:

Da darf ich mich wohl bei den Griechen bedanken. Oder bei den Hedgefonds, die auf den Untergang des Euros wetten. Ich muss wirklich dagegen protestieren, dass Leute in Athen und New York dafür sorgen, dass mein Steak in Sao Paulo immer kleiner wird! Und beim Essen hört der Spaß auf! Besonders wenn es so gut ist wie hier…

Written by Andi in: On Tour,Sao Paulo | Schlagwörter:
Mrz
23
2010
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Mathematik bei 34 Grad

Habe ich schon erwähnt, dass wir hier tatsächlich auch arbeiten. Ich kann mir jetzt schon vorstellen, dass mir das zurück in Deutschland niemand glaubt, so braun wie ich geworden bin. Aber ja, wir machen tatsächlich Mathematik. Und gestern sind wir vielleicht ein ordentliches Stück weitergekommen. Ich bin noch skeptisch, weil die Idee einfach zu gut funktioniert. Drei Gründe machen mir Hoffnung:

  • Julia konnte bisher keinen Fehler in der Argumentation finden.
  • Ich habe eine Nacht drüber geschlafen, und es sieht immer noch gut aus.
  • Und ich habe heute einen großen Teil der Idee aufgeschrieben, ohne auf eine Problem zu stoßen.

Das heißt jetzt vielleicht nix; vielleicht taucht der Fehler erst in ein paar Tagen auf, was die letzten Monate oft so war. Oder aber, ich bin gerade dabei, das erste Ergebnis meiner Diss zu produzieren. Wir werden sehen…

So nahe am Äquator wird es immer schon um 18:30 Uhr dunkel – lange bevor ich meine produktivste Phase habe.

Written by Andi in: Mathematik,Sao Paulo | Schlagwörter: ,

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