Die kleinen Dinge des Lebens
Heute war mal wieder ein Tag, an dem ich im Bett bleiben hätte sollen. Nicht, dass ich nicht eben dort in der vergangenen Nacht lange genug gewesen wäre – nur mit dem Schlaf war es nicht weit her. Es folgten Stau auf der Autobahn, Einfallslosigkeit am Schreibtisch, Mittagsschlaf im Vortrag, noch mehr Einfallslosigkeit und dann endlich Feierabend. Ich spiele mit zwei Studenten Pokern. Das erste Mal richtig um Geld. Verbrenne 10 Euro in einer halben Stunde mit einem völlig sinnlosen All-In gegen einen offensichtlichen Flush.
Johanna will ein Diagramm für Excel, aber unsere Powerpointversionen sind nicht kompatibel, und ich habe leider absolut keinen Nerv mehr, sie per Telefon durch Menüs zu führen, die ich nur raten kann.
Kurz vor Mitternacht noch “kurz” das Upgrade auf Ubunt 9.10 einspielen, damit der Tag wenigstens eine produktive Seite hat. Reboot funktioniert nicht. Grub findet keinen Kernel. Live-CD booten, Anleitung googeln, menu.lst analysieren, das Upgrade hat einen falschen Pfad geschrieben. Alles klar; wäre auch das erste Upgrade gewesen, das funktioniert hätte.
Ich denke an T. Daran, dass meine Mutter nicht Krebs hat. Daran, dass ich mir den Luxus leisten kann, mich über solche Kleinigkeiten aufzuregen.
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