Mai
28
2009
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DocCourse in Berlin

Seit Montag bin ich in Berlin, um an einem so genannten DocCourse teilzunehmen. Das ist ein Seminar speziell für Doktoranden und solche, die es werden wollen. In einem dreiwöchigen Kurs haben wir Vorlesungen und Übungen zu einem speziellen Thema der Graphentheorie. Konkret beschäftigen wir uns mit Combinatorics of Point Configurations, also den möglichen Anordnungen von Punkten. Soviel ich gehört habe, ist unser Dozent Pavel Valtr Experte auf diesem Gebiet und extra aus Prag angereist. Die Teilnehmer sind teilweise noch viel weiter unterwegs gewesen: aus Oxford, Rom, Budapest, Harvard und Calgary kommen sie.
Leider waren die ersten beiden Tage (Kurs ist immer nur dienstags und donnerstags) sehr langsam. Das Thema des ersten Tages war annähernd identisch zu dem letzten Übungsblatt der Extremalen Kombinatorik daheim, und heute haben wir fast den ganzen Tag über die Aufgaben vom Dienstag diskutiert. Leider ist dabei nicht viel rumgekommen. Vielleicht wird ja nächste Woche besser…
Von den Teilnehmern hätte ich mir auch mehr erwartet. Dass die Leute aus Berlin wenig Zeit haben, weil sie ihren ganzen Alltag vor Ort managen müssen, kann man ihnen nicht vorwerfen. Aber auch die Internationals scheinen wenig Interesse an gemeinsamen Aktivitäten zu haben. Heute haben wir es zum ersten Mal geschafft, gemeinsam am Abend etwas zu unternehmen: wir waren im Bodemuseum.
Morgen wird wohl der produktivste Tag der Woche. Julia kommt, und wir treffen uns bei Anusch, um an einem Projekt zu arbeiten. Schon lustig, dass wir dazu erst kommen, wenn wir alle nach Berlin fahren.

Written by Andi in: Job,On Tour | Schlagwörter: , , ,
Mai
23
2009
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Rettet das Grundgesetzt!

ZensurDurch das omnipräsente Thema Wirtschaftskrise wird unsere Aufmerksamkeit von einem sehr weitreichenden Eingriff in unsere Grundrechte abgelenkt. Der Gesetzentwurf zur Sperrung von Internetseiten durch Ursula von der Leyen führt unter dem Vorwand der Bekämpfung von Kinderpornographie eine Zensur des Internets ein. Nach Listen, die weder öffentlich bekannt noch durch den Bundestag oder andere demokratische Organe kontrolliert werden, soll der Zugriff auf Seiten im Netz verhindert werden. Dabei handelt es sich wohl gemerkt nur um eine Zugriffkontrolle und nicht etwa um die Entfernung illegaler Inhalte oder eine strafrechtliche Verfolgung Anbieter selbiger, was ich mit Nachdruck unterstützen würde. Dieses oberflächliche Vorgehen löst das eigentliche Problem in keiner Weise, ist technisch mehr als fragwürdig und insbesondere ein offener Widerspruch zu Art. 5 des Grundgesetzes: “Eine Zensur findet nicht statt.”

Da das Parlament dieses Gesetz nicht in Grund und Boden gestimmt hat, können wir entweder auf das Verfassungsgericht hoffen, oder – als Souverän dieses Landes (“Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.”, Art 20 GG) – selbst für unsere Rechte und den Fortbestand unseres Grundgesetzes eintreten! Deshalb empfehle ich jedem, der gerne in einer freien Demokratie lebt, die Online-Petition für ein zensurfreies Internet beim Deutschen Bundestag mitzuzeichnen. Das haben bisher fast 100.000 getan. In Anbetracht dessen, was es zu verteidigen gilt, sollten es aber 60 Millionen sein!

Zur Online-Petition Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten

Written by Andi in: Allgemein | Schlagwörter: ,
Mai
15
2009
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Kein Spaß!

Wer findet schon Terrorismus oder Kinderpornographie gut? Wer würde zur Bekämpfung dieser Übel nicht alle Hebel in Bewegung setzen? Ein unbescholtener Bürger hat ja auch nix zu verbergen! Wer fragt da schon nach, ob die Vorratsdatenspeicherung zu 99,999 Prozent gesetzestreue Bürger betrifft, oder ob Ursula von der Leyens Zensurlisten gegen pädophile Inhalte zwar nicht der parlamentarischen Kontrolle unterworfen sind, dafür aber von jedem Durchschnittssurfer in 10 Minuten umgangen werden können?

Wie viele Grundrechte sollen für wie wenig Wirkung geopfert werden? Sinnlos…

Written by Andi in: Allgemein | Schlagwörter: , , ,
Mai
05
2009
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Erfahrungen beim Mittagessen

Mit Messer und Gabel...Unser Lehrstuhl geht jeden Mittag gemeinsam zum Essen. Das ist sehr nett, weil wir da meistens nicht über Mathematik reden, sondern auch mal über ganz belanglose Dinge. Oder über Politik oder den Sinn des Lebens. Ich weiß nicht mehr wie, aber heute sind wir bei der Frage Gibt es heute noch Frauen, die “einen gut verdienenden Mann heiraten und Hausfrau werden” dem Berufsleben vorziehen?
Ich hätte nicht überrascht sein sollen, dass unsere selbstbewussten und erfolgreichen Damen davon aber gleich gar nichts hören wollten. Dass die erfahrenen Lehrstuhlmänner an dieser Stelle schweigend die Soßenreste auf ihrem Teller zu studieren begannen, hätte auch ein Hinweis sein können, wie dünn das Eis war, auf das ich mich hier begeben hatte. Aber ich wollte es wohl nicht anders. Und weder meine Erfahrungen aus dem Zivildienst, noch die Tatsache, dass ein drittel der Frauen, mit denen ich jemals eine Beziehung geführt habe, genau das zum erklärten Ziel ausgerufen hatten, wurde als Argument anerkannt. Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf! Das Gespräch wurde dann auch auf eine sehr direkte Art beendet…
Meine lieben Damen, ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor! Weder wollte ich irgend einer Person männlichen oder weiblichen Geschlechts unterstellen, dass es seine/ihre Absicht wäre, sich durch eine Heirat ein faules Leben zu organisieren, noch bin ich der Meinung, dass dieses Verhalten wünschenswert oder der Normalfall ist. Auch meine Vorstellung einer Partnerschaft sieht ganz anders aus als das Rollenbild von Eva Herman! Und warum müsst ihr euch wegen einer kleinen Randbemerkung zwischen zwei Bissen Käsespätzle gleich so auf mich stürzen?

Written by Andi in: Job,Uni | Schlagwörter: ,

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