Sep
29
2008
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La familia

Meine Familie merkt an, dass ich sie zu selten besuchen würde. Wahrscheinlich haben sie recht – das letzte Mal, dass ich mehr als ein Wochenende daheim verbracht habe, war wohl an Weihnachten. Dabei wäre ich ja selbst gerne mehr und öfter in Ergolding.
Nachdem alle Prüfungen erledigt, die Diplomarbeit geschrieben und alle Seminar besucht waren, hatte ich diese Woche Urlaub, den ich natürlich daheim verbracht habe. Es waren sehr entspannte Tage, in denen ich hauptsächlich eines gemacht habe: nichts. Wir waren im Kino und in der Therme, haben die Geburtstage von Johanna, Michael und Alex gefeiert und haben es uns bei Muttern gut gehen lassen. Am Sonntag Abend haben wir sogar die guten alten Zeiten wieder auferstehen lassen: Schafkopfen mit Max, Flo und Tobi.
Das einzig “produktive” war eine Haftpflichtversicherung, die ich abgeschlossen habe. Wobei meine Freundin ja der Meinung ist, dass ich unbedingt auch noch eine Berufsunfähgikeitsversicherung brauche. Und eine Altersvorsorge. Die Bankerfahrung lässt sich eben nicht ganz verheimlichen…

Written by Andi in: Allgemein |
Sep
19
2008
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Tierfotographie

In München haben wir gerade einen strahlenden Herbsttag. Blauer Himmel, die ersten bunten Blätter und die eifrigen Bewohner des Englischen Gartens, die sich auf den kommenden Winter vorbereiten. Einer dieser Bewohner war so freundlich, sich als Model zur Verfügung zu stellen:

Hallo, da bin ich!

Aber eigentlich habe ich schrecklich viel zu tun.

Also tschüß!

Written by Andi in: Fotos | Schlagwörter:
Sep
18
2008
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Drei-Länder-Trip

Mein letztes Seminar mit der KAS. Die vergangenen fünf Tage war ich auf einem “Radseminar” in der “Euregio“. Die Euregio ist das Gebiet, in dem Deutschland, Belgien und die Niederlande aneinandergrenzen und Radseminar ist, wenn man sich dabei noch mehr bewegt, als vom Speisesaal in den Seminarraum.

Amerikanischer Soldatenfriedhof Margraten

Amerikanischer Soldatenfriedhof Margraten

Ausgehend von Aachen und Karl dem Großen um 800 sind wir also vier Tage durch drei Länder gefahren und haben dabei etliche interessante Begegnungen mit der jüngeren Geschichte, der Gegenwart und der möglichen Zukunft gehabt. Wir haben von Kaffeeschmugglern an der deutsch-belgischen Grenze gehört, von niederländischer Bildungspolitik, der Bewerbung Maastrichts um die Kulturhauptstadt Europas 2018, dem Konflikt zwischen Flamen und Wallonen, den es gar nicht gibt, von der frühen Industrialisierung Eupens und dessen Niedergang im Preußischen Reich. Wir haben mit zwei Geschichtsprofessoren, einem Europaabgeordneten, einem Schulmanager, einem Nato-Offizier, vier Bürgermeistern, einem Campingplatz-Besitzer, dem Kultusminister der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien (73.000 Mitglieder) und einem ganzen Seminar “European Studies” sammt zugehörigem Professor diskutiert. Letzterer war übrigens der Meinung, dass man Europa nicht mehr “in die Tiefe” entwickeln könne, sondern nur noch “in die Breite”. Dementsprechend hat er vorgeschlagen, die Türkei, die Ukraine, Marokko, Südafrika und Chile in die EU aufzunehmen – ernsthaft! Alle anderen Gespräche wären sehr informativ.

Herzogenrat - Kerkrade: das Eurode-Business-Center (mit Landesgrenze im Voyer)

Kerkrade - Herzogenrath: das Eurode-Business-Center (mit Landesgrenze im Voyer)

Das Beste an Seminaren mit der KAS ist natürlich immer die euphorische Stimmung unter allen Teilnehmern, und das auch unter verschärften Bedingungen in freier Wildbahn. Oder gerade dann! Wir waren alle überrascht, wie gut sich die Gruppe selbst organisiert hat, Nachzügler eingesammelt, Platten geflickt und Wege gefunden wurden. Und beim Radfahren – oder auch am Abend nach dem Radfahren – ergeben sich tausend Gelegenheiten für die unterschiedlichsten Gespräche. Das Schlafdefizit, das damit automatisch einher geht, fordert natürlich seinen Tribut. Ich war vielleicht nicht der einzige, der während eines Vortrags mal kurz eingepennt ist, aber ich war definitiv der einzige, der im Schlaf lauter redet, als der Referent…

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter:
Sep
12
2008
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Zur Belohnung

Die Diplomarbeit und damit auch mein Studium sind fertig. Als Belohnung habe ich mir ein neues Objektiv “geschenkt”. Heute hab ich’s zum ersten Mal ausprobiert. Das Wetter war leider alles andere als optimal, aber ein brauchbares Bild ist doch rausgekommen:

Written by Andi in: Fotos | Schlagwörter:
Sep
11
2008
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Diplomarbeit: Habe fertig!

Es ist vollbracht. Heute habe ich meine Diplomarbeit gedruckt und abgegeben. Zehn Semester Studium sind plötzlich vorbei. Das ist eine Idee, an die ich mich erst gewöhnen muss. Andererseits ist es auch gut so. Das ewige Korrekturlesen und Umformulieren, Ausbessern und Formatieren der letzten Wochen würde mich auf Dauer in den Wahnsinn treiben. Aber das wäre ja auch eine legitimer Abschluss einer mathematischen Karriere.
So wie’s aussieht bekomme ich am 28. November mein Diplom verliehen. Wenn ich auch was zu verleihen hätte, dann an Julia und Anusch für die super Betreuung in den letzten Monaten. Mir hätte nichts Besseres passieren können! Ich habe noch von keinem anderen Lehrstuhl gehört, an dem man sich für Studenten so viel Zeit genommen hätte, wie bei M9.
Wem auch unbedingt ein Preis verliehen werden sollte ist Donald Knuth. Für die Erfindung von TeX sollte er mindestens eine Ehren-Fields-Medaille bekommen!
So. Jetzt geht’s erst mal ab in den Urlaub, bevor ich ab 1. Oktober zum ersten Mal in meinem Leben einen Vollzeitjob annehme, dessen Bezahlung nicht durch den SPD-Mindestlohn verbessert würde.

Ein kleiner Nachtrag zum Datum

Irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl dabei, am 11. September abzugeben. Womöglich verschlägt es mich ja mal beruflich nach New York – wer weiß, auf welche Ideen die dann kommen?
Julia meint, das ist völlig unkritisch:

Na da, hat ja auch schon 260 der rätische Statthalter Simplicinius Genialis einen Weihestein anlässlich seines Sieges über die Juthungen gesetzt, und 1847 wurde da der Ohrwurm “Oh! Susannah (I come from Alabama)” des Komponisten Stephen Collins Foster erstmals in einem Saloon in Pittsburgh, Pennsylvania, vorgetragen.

Ich werde wohl nie verstehen, woher sie solche Dinge weiß…

Written by Andi in: Uni | Schlagwörter:

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