Jul
06
2008
0

Forensik – besser als im Krimi


Wer das Abendprogramm der Privaten durchschaut weiß: Krimi ist out – CSI ist in! Mörder und Leiche gibt es nach wie vor, aber das ganze wird – um einen Haufen mysteriöse Technik und pseudowissenschaftliches Gefasel bereichert – als neues Format vermarktet. Dieses Wochenende war ich auf einem Seminar mit dem schönen Titel Forensik und habe einen kleinen Einblick in die Realität der Kriminalistik erhalten.
Der erste Vortrag steigt gleich richtig ins Thema ein. Ein münchner Kriminalkommissar erzählt über seine Arbeit als Fallanalytiker. Sehr detailliert und auch mit dem passenden Bildmaterial. 50 Fälle bearbeitet sein Team allein in Bayern jedes Jahr; Sexualmorde, Serienvergewaltigungen, Anschläge. Das Fazit: Mord hat in Deutschland eine Aufklärungsquote von beinahe 95%, wobei die meisten Tötungsdelikte Beziehungstaten sind und im Affekt begangen werden. Der durchschnittliche Serienmörder hat dabei nicht viel mit Hannibal Lecter aus Das Schweigen der Lämmer zu tun. Vielmehr ist er ein “Minderleister” mit ich-schwacher Persönlichkeit und sozialer Störung. Und erwischt wird er, weil er zwar bei der Tat Handschuhe trägt, aber daheim sein Tatwerkzeug normal berührt und genug DNA für die Fandungskartei hinterlässt.
Am Samstag folgen Vorträge über forensische Biologie, DNA-Analyse, Isotopenanalytik und Toxicologie. Der letzte Vortrag beschäftigt sich mit Autopsie-Techniken: “Eine Sektion ist eine große letzte OP. Nur die Narkose können Sie sich sparen – die ist von Natur aus gegeben.” Zynismus ist anscheinend die bevorzugte Methode, um damit fertig zu werden, dass man jede Woche ein anderes Mordopfer auf den Tisch bekommt. Ein letztes Bild von einer enthaupteten Leiche auf kühlem Edelstahl – “Der fehlende Kopf weist auf eine unnatürliche Todesursache hin.” So viel Sauerei wird den Zuschauern noch nicht mal bei RTL und Co zugemutet.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter:
Jul
02
2008
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Job abzugeben

Seit einem Jahr läuft jetzt auf der ödp Homepage ein Content Management System. Und seit einem Jahr bin ich der einzige, der das Ding nutzt. Joomla ist eine feine Sache, weshalb ich das auch gerne gemacht habe. Aber gleichzeitig Wahlkampf und Diplomarbeit ist mir doch zu heftig. Und wofür hat der Kreisverband eigentlich einen Pressereferenten? Möge das Chaos beginnen. Ich sichere vorsichtshalber schon mal die Datenbank weg…

Written by Andi in: Computer | Schlagwörter:

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