Jan
05
2008

Winter-Weihnachts-Zirkus

Der Zirkus war toll, “weil er nicht so viele blöde Tiere hatte” – sagt Alex. Ich fand ihn auch toll, vor allem, weil die Artisten wirklich gut waren. Das hatte auch schon das Heute-Journal gesagt, was eigentlich erst der Grund war, warum meine Holde auf die Idee gekommen ist, mich nach Stuttgart in den Zirkus einzuladen. Von München sind das nur knapp über zwei Stunden mit dem Zug, die sich wirklich gelohnt haben. Das Programm ist wirklich hochkarätig: Gewinner von allen Zirkus-Festivals dieser Welt, von Monaco und Moskau, vom Cirque du Soleil und vom Chinesischen Staatszirkus und sogar aus Nord-Korea treten auf. Besonders beeindruckend sind die chinesischen Reifenspringer oder die Hochradfahrerinnen aus der inneren Mongolei. Auch die Clowns sind ganz in Ordnung. Obwohl das Programm zweieinhalb Stunden dauert, ist es keine Minute langweilig – eben auch, weil es nicht so viele blöde Tiere gibt.
Zirkus
Wir übernachten in der Jugendherberge, wo es am Abend ein italienisches Buffet gibt. Sehr lecker, für eine Jugendherberge zumal! Samstag vormittags machen wir einen Rundgang durch die stuttgarter Innenstadt und besichtigen unter anderem das erste Hochhaus in Sichtbetonbauweise von 1928, das Rathaus mit seinem 60,5 Meter hohem Turm, dessen Höhe nur von seiner Hässlichkeit übertroffen wird. Aber Stuttgart hat auch schöne Ecken und gerade die Lage in einem Talkessel gibt ein interessantes Stadtbild.
Den Nachmittag verbringen wir im Mercedes Benz Museum, das auch Alex sechs Stunden lang fasziniert. Hier kann man wirklich Stunden über die Architektur und die große Fülle von verschiedenen Automobilen staunen. Dabei ist die über hundertjährige Geschichte des Automobils – die für Mercedes natürlich die über hundertjährige Erfolgsgeschichte der eigenen Firma ist – geschickt mit dem jeweiligen Zeitgeschehen verknüpft. Auf sehr subtile Weise bekommt man hier das Kulturgut Auto als Motor jeglicher gesellschaftlichen Entwicklung untergeschoben. Man muss aber nicht in existenzial-philosophische Fragestellungen versinken – hierher kann man auch einfach kommen, um ein Jahrhundert schöner Autos zu bewundern.
Daimler-Benz-Museum

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter:

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