Hagendorf
Hagendorf ist Wunderland meiner Kindheit. In diesem kleinen Dorf nahe der deutsch-tschechischen Grenze haben meine Großeltern gewohnt. Ihr Haus liegt etwas außerhalb der 150-Seelen-Gemeinde und war früher ein Bauernhof gewesen. Hier konnten wir tagelang Staudämme an Bächen bauen, Expeditionen durch Scheunen, Dachböden und Keller unternehmen und Baumhäuser bauen. Ein Flos auf dem Weiher hatte ich natürlich auch.
Inzwischen wohnt nur noch meine Tante mit Familie dort, aber ich fahre trotzdem noch gerne nach Hagendorf, wenn ich Zeit habe. Dieses Wochenende habe ich es mal wieder geschafft. Meine Tante war sowieso schon lange neugierig, weshalb ich ihr endlich meine Freundin vorgestellt habe.

Im Haus in der Bildmitte wohnt meine Tante
Meine zweite Oma wohnt nur zehn Kilometer weiter im nächsten Dorf. Dort machen wir einen Abendspaziergang und erleben einen herrlichen Herbst-Laub-Abendrot-Sonnenuntergang.

Wenn Hagendorf nicht so völlig im Niemandsland läge, hätte ich euch jetzt noch einen Link auf Google Maps gegeben. Aber die Gegend ist so grob aufgelöst, dass man noch nicht mal erkennen könnte, dass dort überhaupt ein Dorf ist. Vom Paradies gibt’s eben keine Landkarte.
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