Stadtbesichtigung mit Hindernissen
Nachdem ich jetzt schon seit vier Jahren in München studiert habe, war es an der Zeit, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auch tatsächlich besichtigt zu haben. Und weil man das alleine sowieso nie macht, habe ich meine Familie in die bayrische Hauptstadt eingeladen. Von Freitag bis Sonntag sind wir bei herrlichem Wetter – die Tage davor und danach hat es geregnet – zusammen durch die Innenstadt gezogen.
Am Freitag Abend fahren wir nach einem gemeinsamen Abendessen zum Olympiapark, wo wir die nächtliche Stadt vom Sendeturm aus betrachten. Leider herrscht auf der Aussichtsplattform ein regelrechter Orkan, weshalb es hier nicht besonders gemütlich ist. Generell scheint auch ein Besuch bei Tag und guter Fernsicht wesentlich angebrachter. Am nächsten Tag geht es vormittags für eine Stadtführung auf den Marienplatz. Leider muss man Vater an diesem Wochenende arbeiten, weshalb er mitten drin ins Rechenzentrum verschwindet und erst am Abend wieder zu uns stößt.

Mittags gibt es ein Picknick im Kabinettsgarten, der direkt zwischen Residenz und Marstallplatz liegt. Der Eingang ist etwas versteckt, weshalb dieses hübsche Plätzchen wohl ein Geheimtipp ist. Nach unserer Siesta beschließen wir den herrlichen Herbsttag im Nymphenburger Schlosspark weiter zu genießen. Am Bahnhof treffen wir Alexandra, die uns durch den Park führt. Am Abend haben wir Karten für das Münchner Marionettentheater: “Der Mond“, einer Oper von Carl Orff. Die Vorführung ist recht kurzweilig und beweist, dass Marionettentheater nicht ausschließlich für Kinder gemacht werden muss.

Weil gerade auch Oktoberfest ist, beginnen wir den Sonntag mit einem Besuch des Standkonzerts auf dem Oktoberfest. Blasmusik live – mein Vater ist begeistert und muss zum Glück heute auch nicht arbeiten. Alex, Johanna und ich ziehen einstweilen über die Wiesen und schauen, was alles geboten ist. Mit einer Tüte Mandeln ziehen wir weiter zu einem Picknick im Hofgarten. Bevor meine Familie wieder nach Hause fährt, geht es am Nachmittag dann noch in die Asam-Kirche in der Sendlinger Straße.
Ein schönes Wochenende mit meinen Eltern und Hanni – hat mich gefreut, dass es doch noch geklappt hat.

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