TopMath Sommerschule
TopMath ist der Elitestudiengang unserer Fakultät. Obwohl ich nicht zu diesem erlesenen Kreis gehöre, durfte ich mit auf die TopMath-Sommerschule fahren. Das Thema war Randomisierte Algorithmen und Prof. Taraz hielt einen Vortrag zum Thema, was auch der Grund war, weshalb ich überhaupt eingeladen wurde.
Also haben wir uns für vier Tage in das Haus der Bayrischen Landwirtschaft in Herrsching am Ammersee einquartiert. Jeden Tag gabe es einen zweieinhalbstündigen Vortrag und eine “Problemsession” – Übungsaufgaben, die wir bearbeiteten. Für randomisierte Algorithmen fehlt mir leider ein bisschen die ungeliebte Stochastik, aber das meiste war auch ohne großes Vorwissen zu verstehen.

Beim Aufgabenlösen und Kaffetrinken…

Wir haben also fachlich durchaus was mitgenommen, aber der eigentlich Grund, warum alle immer so gerne auf Seminare fahren ist wohl eher das “Rahmenprogramm”.



So verbrachten wir also unsere Abende in der Sauna und an der Kegelbahn oder spielten Fußball und Karten. Bei letzterem habe ich übrigens eine sehr witzige Uno-Variante von Julia gelernt. Kabong wird mit einem Romme-Blatt gespielt und hat folgende Regeln: Es wird wie bei Uno im Uhrzeigersinn gelegt, wobei eine Sieben den nächsten Spieler zwei Karten ziehen lässt (der Effekt addiert sich nicht wie beim Uno, sondern multipliziert sich), bei einer Acht kehrt sich die Spielrichtung um, bei einer Ass setzt der folgende Spieler aus, bei einer Neun die beiden folgenden Spieler, bei einem Buben darf eine Farbe gewünscht werden und bei einem König werden die alle Handkarten aller Spieler gegen die Spielrichtung getauscht. Soweit eigentlich nichts besonderes. Drei weitere Regeln machen das ganze erst zu dem Spaß, der er besonders dann ist, wenn nicht mehr alle Mitspieler ganz nüchtern sind.
- Es dürfen keine Fragen gestellt werden, und es darf nicht geschimpft oder geflucht werden. Einzige Ausnahme: die oberste Karte des Ablagestapels ist eine Dame.
- Wer gegen diese Regel verstößt oder zu einem falschen Zeitpunkt eine Karte spielt erhält eine Strafkarte.
- Die Kabong-Regel: Alle Karten mit Zahlen haben den aufgedruckten Wert, der Junge hat den Wert 11, Dame 12, König 13 und Ass 14 oder 1. Wenn die Handkarten eines Spielers in der Summe gleich dem Wert der obersten Karte auf dem Ablagestapel ist, darf der Spieler seine gesamte Hand auf den Stapel ablegen und dabei Kabong rufen. Er gewinnt damit sofort das Spiel.
Wer übrigens nur noch eine Karte hat, muss “Uno”, oder in unserem Fall “Randomisierter Algorithmus” sagen; falls ein Spieler das vergisst, erhält er wieder die vollen sieben Karten, die man zu Spielbeginn hat. Und geblitzt wird natürlich auch. So richtig lustig wird Kabong erst, wenn mindestens fünf oder sechs Mitspieler vorhanden sind.
1 Kommentar »
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da wär ich auch gern mit, hatte aber “schiss”, dass ich dann nicht genug zum kombi-lernen komme… :-/