Sizilien 2007 – zweiter Teil
Nach drei Tagen in Palermo nehmen uns Claudia und Davide heute mit ins Landesinnere. Unsere erste Station ist Mezzojuso, wo Davides Vater und seine Großmutter wohnen. Die Nonna empfängt uns zum Abendessen. Obwohl die Frau schon über 80 Jahre alt ist, lebt sie im Sommer alleine in einem Haus am Hang über der Ortschaft. Ihr Domizil ist von einem Obst- und Weingarten umgeben, in dem die seltsamsten Früchte wachsen; leider konnte ich mir die Namen nicht merken. Ficci, Kaktusfeigen, und Weintrauben gab es natürlich auch. Sehr lecker! Am Abend fahren wir ins Dorf, wo eine Prozession zu Ehren der Madonna dei Miracoli stattfindet. Wiedereinmal ist alles mit bunten Lampen, den sogenannten Illuminare, behängt und eine große Pilgerschar trägt die Madonna stundenlang kreuz und quer durch Mezzojuso. Schließlich wird sie in der Kirche abgestellt.

Sonntags fahren wir weiter nach Agrigent, wo wir bei Davides Mutter wohnen. Agrigent, oder italienisch Agrigento ist das griechische Akragas, das vor 2500 Jahren nach Syrakus die größte Stadt im Mittelmeer war. Vom damaligen Glanz zeugen heute nach die Ruinen im Valle dei Templi. Hier steht einer der besterhaltenen griechischen Tempel überhaupt. Massimo gibt uns eine Privatführung, weshalb wir einen guten Überblick über die jahrtausendealte Geschichte der Region bekommen.

Ein weiterer Höhepunkt unserer Sizilienreise ist ein Strandtag bei der Scala dei Turchi, der Türkentreppe. An diesen blendend weißen Felsklippen sind angeblich die Sarazenen an Land gestiegen, als sie vor über tausend Jahren die Insel eroberten. Heute sonnen sich hier friedlich die Sizilianer – ein touristischer Geheimtipp.

Klein Andi beim Spielen am Strand:

Wir bedanken uns bei Claudia und Davide und der ganzen sizilianischen Großfamilie, für den freundlichen Empfang, und die Einblicke in das sizilianische Leben und die sizilianische Küche, die jedem normalen Touristen verwehrt bleiben. Die Woche war ein unvergessliches Erlebnis!
Weitere Bilder gibt es hier.
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