Sep
08
2007

Sizilien 2007

Urlaub! Sonne! Strand! Kultur! Ein letztes Mal in diesem Sommer geht es in den Urlaub. Mit Alexandra fliege ich nach Palermo. Dort sind wir eine Woche bei Claudia und Davide, die Schwester von Alexandra und ihr Freund. Wir wohnen bei den beiden direkt im Zentrum von Palermo, was an sich schon sehr perfekt ist. Aber was Davide in der Küche zaubert ist einfach unbeschreiblich. Allein schon für eines dieser Abendessen lohnt es sich, nach Sizilien zu fliegen! Leute: Was man in Deutschland bei einem sogenannten “Italiener” bestellen kann, hat wenig bis garnichts mit der Vielseitigkeit und Virtuosität der mediteranen Küche zu tun. Wer denkt, dass Italienische Küche nur Pizza und Pasta ist, der sollte zum Beispiel mal eine Parmigiana di melanzane probieren.
Dom von Palermo
Unseren ersten Tag verbringen wir in Palermo. Alexandra führt mich durch die Stadt. Ich war ja schön mehrmals in Italien, aber noch keine Stadt hat mich so mit ihrem südländischem Flair beeindruckt. Die sandfarbenen Gebäude, die arabisch beeinflusste Architektur und die Palmen, die überall wachsen, lassen Palermo auch heute noch wie eine Metropole aus dem Sarazenenreich wirken. Am Nachmittag erleben wir ein echtes Highlight: Im Normannenpalast kann man die Decke der Capella Palatina besichtigen. Diese wird gerade renoviert, und auf dem Baugerüst können wir die Malereien, die auf hunderten von kleinen Bogen und Spitzen gemalt sind, aus nächster Nähe sehen.
Am Abend fahren wir für einen Aperetivo zu einer Lounge unter freiem Himmel direkt am Meer. Nach Einbruch der Nacht kann man hier auf Terassen direkt an der steinigen Küste sitzen und über die Bucht auf die Lichter von Palermo blicken.
Lounge am Meer
Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug nach Cefalú. Dabei stelle ich fest, dass das genau die malerische Kleinstadt am Fuß einen großen Felsen ist, die ein Poster in meinem Zimmer seit fünf Jahren ziert. Nur das das Original noch viel beeindruckender ist, als jenes Bild. Wir besichtigen den Dom und die alten Befestigungsmauern, bevor wir uns zu einer Siesta an den Strand legen. Heute ist die Brandung ziemlich stark und der Sandstrand ist auch sehr hübsch.
Am Nachmittag steigen wir auf jenen Felsen, der Cefalú auf ein schmales Band zwischen Steilwand und Meer drängt. Oben gibt es die Reste einer alten Befestigungsanlage und einen herrlichen Blick hinab auf die Stadt.
Cefalu
Am Freitag regnet es vormittags. Wir fahren trotzdem nach Monreale, dem prächtigsten Dom von Sizilien direkt vor den Toren von Palermo. Der sizilianische öffentliche Personennahverkehr stellt uns wieder einmal auf die Probe; dafür scheint bis wir ankommen die Sonne. Der Dom ist innen komplett mit Mosaiken bedeckt, die Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament abbilden. Direkt neben dem Dom gibt es ebenfalls Mosaiken in den Säulen des Kreuzgangs.
Säulen im Kreuzgang
Nach der Mittags-Siesta fahren wir am Nachmittag auf den Monte Pelegrino. Von hier kann man das ganze Tal, in dem Palermo liegt, überblicken. Die eigentliche Attraktion ist aber die Walfahrtskirche von Santa Rosalia. Das ist die Stadtheilige, die hier angeblich in einer Höhle gehaust und die Stadt von der Pest befreit hat. Es gibt einige Knochen, die von vielen als Reliquien verehrt werden; einige Zoologen halten diese allerdings für die sterblichen Überreste von Hasen. Für Mitteleuropäer eher gewöhnungsbedürftig ist der Schmuck der Kirche. So viel Neonlichter und Blinkesterne findet man bei uns nur auf Jahrmärkten. Wer’s mag…
Blick auf Palermo
Den zweiten Teil unserer Reise findet ihr im nächsten Eintrag, weitere Sizilienfotos hier.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter:

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