Aug
22
2007

Transalp 07

Max, seine beiden Freunde Maik und Martin und ich – wir vier Helden haben uns vor vier Tagen aufgemacht, um mit dem Rad über die Alpen zu fahren. Trotz widrigen Umständen – am ersten Tag hat es ständig geregnet, später war es kalt und stürmisch – haben wir das auch getan. Hin und zurück!
Es geht BergaufAm ersten Tag gehts mit dem Zug nach Mühldorf am Inn und von dort über den Chiemsee nach Berchtesgaden. Schon die erste Etappe haut ziemlich rein, weil 130km mit Gepäck und bei Regen nicht das gleiche sind, wie 130km bei Sonne auf dem Rennrad. Dafür ist das Essen in der Jugendherberge umso besser. Wie jede der kommenden Nächte schlafen wir 10 Stunden durch.
Am nächsten Tag haben wir perfektes Wetter. Wir starten in Richtung Westen, wo wir an der Grenze zu Österreich unseren ersten kleinen Pass überqueren.
Die drei Helden
Maik, Martin und Max (v.l.n.r.)

In der Alpenrepublik fahren wir dann über Saalfelden und Zell am See zum Beginn der Groß-Glockner-Hochalpenstraße. Unterwegs kommen wir an einem Kuhmilch-Automaten vorbei. Der steht in einem Stall neben einer Weide mit glücklichen Kühen, und die Milch, die man hier bekommt, schmeckt noch wirklich nach Kuh. Interessant. Ja, also die Groß-Glockner-Hochalpenstraße: Bei der Tourplanung bin ich da gnadenlos überstimmt worden. Mir war die Idee erstens zu steil und zweitens auch wegen des Verkehrs zu riskant. Die anderen drei waren aber nicht abzubringen. Deshalb übernachten wir von Dienstag auf Mittwoch an der Mautstation Ferleiten.
Auf dem Weg nach oben
Nach den üblichen 10 Stunden Schlaf geht es am Morgen an den Berg. Die Steigung ist konstant hoch, aber nicht zu steil. Innerhalb von 90 Minuten arbeiten wir uns von 1140m auf über 2000m hoch. Dann bleiben auch die letzten Bäume hinter uns und der starke Westwind schlägt mit voller Wucht zu. Es ist kalt, steil und man kommt einfach nicht vom Fleck! An einem Punkt schaffe ich es nach einem kurzen Stopp fast nicht mehr aufs Rad, weil es verdammt schwierig ist, mit 20 Kilo Gepäck und 10 Prozent Steigung gegen einen Orkan loszufahren. Dazu natürlich noch hunderte Autos und Motorräder, die an einem Vorbeifahren, ohne sich die Mühe zu machen, auch nur einen gewissen Mindestabstand zu halten. Man war ich sauer. Auf die Autofahrer, das Wetter und auf die Drei, weil es ihre Idee war, und ich ihnen gleich gesagt hatte, dass es kein Spaß wird.
Am Höhepunkt unserer ganzen Tour
Nach über vier Stunden sind wir dann am Hochtor (2504m). Wir haben es geschafft! Ich weiß jetzt schon: So schnell brauche ich das nicht wieder. Da es auf über 2500 Meter relativ ungemütlich sein kann, treten wir schnell den Weg ins Tal an:
Ab gehts
Den zweiten Teil unserer (Tor)Tour findet ihr in meinem nächsten Eintrag. Bilder gibts hier.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter:

Keine Kommentare »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL


Leave a Reply

Powered by WordPress. Theme: TheBuckmaker. PHP Scriptverzeichnis