Seminar in Stuttgart
Mein zweites Seminar in diesem Jahr bringt mich nach Stuttgart. Zum ersten Mal in meinem Leben!
Von Donnerstag bis Samstag haben sich die Ortsgruppen ein vielseitiges Programm für uns ausgedacht. Vom Theaterbesuch bis zur Podiumsdiskussion, vom Mercedes-Benz-Museum bis zur Beach-Party.

Über hundert Jahre automobile Geschichte

Podiumsdiskussion mit der regionalen Politprominenz

Das große Theater – Stadtführung am Abend

vor der Party im Sky-Beach
Mehr Bilder gibt es hier.
Am Donnerstag um 17:30 Uhr geht es mit der obligatorischen Begrüßungsrunde und dem Abendessen im Hotel los. Die Atmosphäre ist von Anfang an locker und wie immer bei solchen Veranstaltungen entwickeln sich sofort die skurilsten Gesprächsthemen. (“Findest du nicht, dass Ludwig der XV. oft überschätzt wird.“) Am Abend gehen wir ins Theater – Linie 1, eine musikalische Revue. Obwohl das Stück gut drei Stunden dauert und ein etwas an den Haaren herbeigezogenes Happy-End hat, fand ich es wirklich gut. Am nächsten Morgen stehen wir um sieben auf, um vormittags zum Mercedes-Benz-Museum zu fahren, wo wir eine Führung erhalten. Unser Begleiter scheint eine Vorliebe für “legendär” zu haben, was er in jedem zweiten Satz verwendet. Nachmittags finden wir uns in der Landesanstalt für Kommunikation ein, wo wir eine Podiumsdiskussion zum Thema Erfolg und Misserfolg der Integrationspolitik im Großraum Stuttgart haben. Anwesend sind zwei Landtagsabgeordnete, die Sozialbürgermeisterin, der Polizeipräsident von Stuttgart und der Leiter des Pressebüros des Arbeitsamts. Nicht schlecht dafür, dass wir nur 30 Studenten sind.
Am Abend geben unsere beiden Historiker eine Stadtführung, die sehr kurzweilig ist. Dabei lerne ich beispielsweise, dass die Schwaben Schiller für sich beanspruchen, weil er mal in Stuttgart gelebt hat. Von mir aus. Anschließend trinken wir noch das eine oder andere Bierchen im SkyBeach – das oberste Deck eines Parkhauses, mit Sand und Liegestühlen zu einem Strand über den Dächern der Innenstadt umfunktioniert. Das Wetter macht mit und wir haben einen lauen Abend unter freiem Himmel.
Am Samstag besichtigen wir das Institut für Raumfahrttechnik. Prof. Rösner begeistert uns für sein Forschungs- und Wirtschaftsimperium und erzählt von selbstgebauten Sateliten, mit denen er während des Irakkriegs Bilder von Bagdad macht. Respekt. Wir haben sogar ein Treffen mit einem Astronauten – Prof. Dr. Messerschmid, der uns von den alltäglichen Dingen an Board einer Raumstation und der Notwendigkeit eines bemannten Marsflugs berichtet. Damit ist das Programm auch leider schon wieder zu Ende. Mit der Bahn geht es zurück nach München – die Fahrt verpenne ich. Seminar = Schlafentzug.
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