Mai
25
2007
0

Regensburg – die steinerne Stadt

Literarisches Regensburg – ein Experiment, auf das ich mich spontan und ohne zu zögern eingelassen habe. Zusammen mit meinen Eltern bin ich gut zwei Tage in der alten Römerstadt und lerne dieses auf eine Art kennen,Arthur Schnabl - unser Stadtführer wie sie wohl noch wenige kennen gelernt haben. Hinter dem Konzept LiteraTOUR verbirgt sich eine amüsante Kombination aus Stadtführung und Dichterlesung. Arthur Schnabl, seines Zeichens Journalist und Historiker, liest in verwinkelten Gassen und verschwiegenen Donauauen aus Werken deutscher und tschechischer Dichter und Romanauthoren. Immer abseits der großen Touristenmassen hören wir Werke von Georg Britting, Ian Skacel und einem ganzen Strauß anderer Schriftsteller, deren Name mir noch nie untergekommen war. Das hat seinen ganz eigenen Charme. Und dabei sehen wir noch so manche Ecke von Regensburg, die wohl auch die meisten Einheimischen noch nie bewusst wahrgenommen haben.
Die steinerne Brücke
Eines der Wahrzeichen von Regensburg – die Steinerne Brücke

So habe ich neben Kirchen, Kreuzgängen und dem Kneitinger, Regensburgs bekannteste und, wie man mir versicherte, beste Brauerei, auch die Donauauen und das Kunstforum Ostdeutsche Galerie kennengelernt, wo wir eine Dichterlesung besuchten, die gleichzeitig ein hochkarätiges Klavierkonzert war. Mir bleibt nur zu sagen, dass ich die Veranstaltung jedem empfehlen kann, der sich etwas für Geschichte und Literatur interessiert. In meinem Alter wird man dann allerdings oft wie ein bunter Hund angesehen, wobei die Damen es ja sehr reizend fanden, dass sich auch die Jugend für Kultur interessiert.
Mehr Infos gibt es auf der Homepage von Begegnung mit Böhmen.

Lesung in den Donauauen
Lesung in den Donauauen
Von Pfaffen und Poeten
Von Pfaffen und Poeten
Teilnehmerinnen
Wie gesagt – ich war der bunte Hund

Mehr Bilder findet ihr hier.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: ,
Mai
25
2007
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Studium, Job, etc.

Bevor jetzt hier ein falsches Bild von mir entsteht: Ich arbeite auch – manchmal. Obwohl mein Stundenplan der entspannteste ist, den ich jeh hatte (nur 12 SWS). Dafür bin ich gerade dabei, mein Projekt zum Ende zu bringen, und einen Tutorjob habe ich auch wieder. Oder besser gesagt einen Korrektorjob, weil an den Mentorgruppen niemand interessiert ist. Das ändert sich natürlich vor den Klausuren schlagartig aber bisher ist die Bilanz zwei Teilnehmer auf vier Termine. Schade eigentlich!
Ansonsten steht die Fachschaft oft auf dem Terminkalender: Studienbeiträge, Bibliothek, Ferienkurse. Aber bevor ich jetzt lange weitererzähl’, schreib ich noch eine Seite für das Projekt.

Written by Andi in: Uni |
Mai
14
2007
1

Segovia

Meinen letzten Tag in Spanien verbringe ich in Segovia. 90 Kilometer nördlich von Madrid liegt diese Stadt bereits im spanischen Bergland, umgeben von schneebedeckten Gipfeln. Wie in Toledo gibt es hier eine Kathedrale, einen Alcazar und eine komplett erhaltene historische Innenstadt. Dabei ist Segovia sogar noch reizvoller als letztere.
Schattenspiele am Aquädukt
Wenn man sich vom Bahnhof auf den Weg zur Altstadt begibt, trifft man vor der ersten Stadtmauer auf ein römisches Aquädukt aus dem 1. Jahrhundert, das immernoch vollständig erhalten ist! Über dieses wurde die Stadt, die auf einem Felsen zwischen zwei Flüssen liegt, mit Trinkwasser versorgt. Dort treffe ich auch Monica, eine Chinesin, die in Californien lebt, in Harvard studiert, und jetzt gerade zwei Monate durch Europa reist. Wir beschließen, gemeinsam durch die Stadt zu wandern, was die Motivation unglaublich hebt – momentan hat es nämlich nur 10 Grad und Nieselregen. Nach der Kathedrale und der Festung hat es aber so weit aufgeklart, dass die Temperaturen noch auf ein erträgliches Level steigen. Monica will vor jeder Sehenswürdigkeit fotographiert werden und besteht im Gegenzug darauf, mich ebenfalls allerorten abzulichten. Ist ja nett gemeint, aber meine Erscheinung trägt in meinen Augen selten positiv zum Gelingen eines Bildes bei. Aber die Hauptsache ist: wir haben einen lustigen und interessanten Nachmittag.
Die Kathedrale von Segovia
Die Kathedrale im Regen
Andi als Burgherr
Andi als Burgherr
Blick über die Stadt
Dramatischer Blick über die Stadt – das Wetter war besser, als es hier aussieht.

Um sieben steige ich wieder in meinen Zug, um gegen halb zehn in Madrid anzukommen. Nach dem Abendessen lasse ich mich noch von Elisabeth und Tobi überreden, auf einen Drink in die Stadt zu gehen. Ein netter Abschluss: Es war eine super Zeit mit euch beiden!
Einziger Nachteil: Ich komme um 1:30 Uhr ins Bett und muss um fünf wieder aufstehen, weil mein Flug schon am frühen Morgen geht. Aber so sitze ich um 12 Uhr wieder in Garching in der Vorlesung. Die moderne Welt macht’s mölglich!
Beim Rückflug über den Pyrinäen
Über den Pyrinäen

Mehr Bilder gibt es hier.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: ,
Mai
13
2007
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Die spanische Hauptstadt

Falls man als Kurator ein Bild mit einer Jagdszene durch ein Frauenportrait ersetzt, sollte man dafür sorgen, dass danach nicht in der Bilderklärung steht: Studie für das Gemälde “Wildschweinjagd”! So gesehen im Palacio Real, dem königlichen Palast in Madrid.
Den habe ich am Samstag besucht. Obwohl der Palast gigantische Ausmaße hat, gibt es doch relativ wenige Räume zu besichtigen, die dann auch nicht so besonders groß sind. Dafür ist die Einrichtung nur vom Feinsten und natürlich original – Spanien wurde im 2. Weltkrieg nicht bombardiert. So lasse ich mich vom Audioguide durch die königlichen Gemächer und die Waffensammlung geleiten. Hatte garnicht gewusst, dass Landshut eine so berühmte Waffenschmiede hatte, dass dort sogar der spanische König eingekauft hat!
Der Palacio Real
Anschließend treffe ich mich mit Elisabeth und wir gehen in den Retiro – den bekanntesten Park der Stadt. Leider ist der ganze See abgesperrt, weil dort am Wochenende ein Ballett aufgeführt wird. Wir trinken stattdessen einen Kaffee und wandern dann wieder nach Hause zu Tobi. Der hat heute Grillparty und wir sind auch eingeladen. Es wird ein sehr netter Abend, und Elisabeth kommt am nächsten Morgen nicht so recht aus dem Bett.
Deshalb ziehen wir erst mittags los. Unser Ziel ist das Prado Museum, wo es am Sonntag freien Eintritt gibt. Hier hängen alle spanischen Klassiker: Goya, El Greco, Velazquez, aber auch Rembrandt, Rubens, Tizian und Dürer, der hier Durero heißt. Nach so viel Kunst gehen wir in den Botanischen Garten, wo ich einige Fotos mache, während Elisabeth die Schönheit der Flora eher unterbewusst geniest.
Im botansichen Garten
Elisbeth macht Siesta
Mehr Bilder gibt es hier.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: ,
Mai
11
2007
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4 Tage Madrid

Schwesterherz ist mit Siemens in Madrid, und die Chance kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Also fliege ich für ein verlängertes Wochenende nach Spanien. Elisabeth wohnt zur Untermiete bei Tobi, einem sympathischen Deutschen, der für EADS arbeitet. In seiner Wohnung bleibe ich die nächsten vier Nächte. Am ersten Abend zeigt mir Elisabeth das Zentrum bei Nacht. Es hat angenehme 25 Grad und die Straßen sind voller südländischem Leben – auch um Mitternacht. Obwohl sie schon zwei Monate hier ist, verläuft sich meine Schwester natürlich, was dazu führt, dass ich auch einige Ecken kennenlerne, die ein durchschnittlicher Tourist wohl nie zu Gesicht bekommt.
Madrid bei Nacht
Nachts in den Straßen von Madrid

Am Freitag muss Elisabeth arbeiten, und ich fahre mit dem Zug nach Toledo. Zugfahren ist wohl auch eines der Dinge, die in Deutschland wesentlich einfacher funktionieren. Erst stehe ich über eine halbe Stunde an, um ein Ticket kaufen zu können, dann muss ich durch eine Sicherheitsschleuse, wo mein Rucksack geröngt wird, und schließlich lässt mich die Frau beim Check-In nicht einsteigen, weil der Zug schon voll ist(!), und mein Ticket erst für den nächsten gilt. Also verbringe ich insgesamt 2 Stunden auf dem Bahnhof, was dazu führt, dass ich endlich mein Buch (“Ein Portrait des Künstlers als junger Mann” – James Joice, sagen wir mal: geringfügig anstrengend zu lesen) zu Ende bringe.
Toledo ist dafür sehr hübsch. Die Altstadt liegt auf einem Hügel in einer Flussschleife und hat noch eine Stadtmauer mit Toren aus dem Mittelalter. In die Festung, die hier Alacazar heißt, kommt man nicht rein, und die Kathedrale ist auch eher groß als schön, aber die Stadt als Gesamtkunstwerk ist wirklich sehenswert. Bei dem Wetter schon zwei Mal!
Blick auf Toledo
Blick auf Toledo
Brücke über den Tajo
Brücke über den Tajo
Südländisches Flair
Backsteintürme unter Spaniens Sonne

Mehr Bilder gibt es hier.

Written by Andi in: On Tour | Schlagwörter: ,

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